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Kurzkommentare März 2014 - Filmforen.de

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Kurzkommentare März 2014

März Spezialdragees

200 Antworten in diesem Thema

#1 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 01. März 2014, 23:57

1) Hier kommen alle Kurzurteile über gerade gesehene Filme rein, die man zwar mitteilen will, aber eben nicht in einem neuen Filmtagebuch-Eintrag oder Forenthema.

(2) Falls sich eine Diskussion aus einem solchen Urteil entwickeln sollte, behalten sich die Moderatoren das Recht vor, diese in einen eigenen Thread abzuspalten.

(3) Jeden Monatsanfang wird ein neuer Kurzkommentar-Thread mit dem Thementitel "Kurzkommentare [Monat] [Jahr]" erstellt. Jedes Mitglied darf dies machen, soweit es noch nicht geschehen ist. Wichtig ist dabei nur, diesen Text immer als ersten Beitrag einzufügen!

(4) Hier ist das Archiv der bisherigen Kurzkommentare.

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#2 Ubaldo Terzani

    Reader discretion is advised, lan

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Geschrieben 02. März 2014, 01:00

Beitrag anzeigenThe Critic sagte am 01. März 2014, 23:57:

1) Hier kommen alle Kurzurteile über gerade gesehene Filme rein, die man zwar mitteilen will, aber eben nicht in einem neuen Filmtagebuch-Eintrag oder Forenthema.

(2) Falls sich eine Diskussion aus einem solchen Urteil entwickeln sollte, behalten sich die Moderatoren das Recht vor, diese in einen eigenen Thread abzuspalten.

(3) Jeden Monatsanfang wird ein neuer Kurzkommentar-Thread mit dem Thementitel "Kurzkommentare [Monat] [Jahr]" erstellt. Jedes Mitglied darf dies machen, soweit es noch nicht geschehen ist. Wichtig ist dabei nur, diesen Text immer als ersten Beitrag einzufügen!

(4) Hier ist das Archiv der bisherigen Kurzkommentare.

bürokratie :bart:


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#3 Bastro

    * peng *

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Geschrieben 02. März 2014, 01:56

Sykt lykkelig aka Happy, Happy (2010) - gar nicht so unspannendes Beziehungsdrama, das aber dann irgendwann zu vorhersehbar wird und außerdem wegen seiner putzigen Musik zu nerven beginnt.

#4 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 02. März 2014, 12:51

The seven-per-cent solution

Keine unkluge Exposition, die Drogenabhängigkeit von Sherlock Holmes zu thematisieren und seine paranoide Fixierung auf Professor Moriarty von Sigmund Freud untersuchen zu lassen. Der Ansatz der beiden ist rational, nur das Feld ihrer Expertise ist unterschiedlich. Aber leider suhlt sich der Film zu oft im Historiendrama, um richtig in Fahrt zu kommen, was besonders durch ein überzogen action-betontes Finale sichtbar wird. Ein gestrafftes Remake fände ich nicht dumm.

Pandemonium

So werden also die Scary-Movie-Filme aussehen, wenn das Gros der Referenzen verblaßt ist. Vollkommen unlustig bis auf die Bedienung im schlechsteten Diner der Welt. Eine Schande, wie hier die tolle Carol Kane verschleudert wird. Die Schauspielerin für ihre Carrie-artige Filmmutter wird übrigens im Abspann nur als "A Friend" ausgewiesen. Wer kann es Eileen Brennan verdenken.

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#5 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 02. März 2014, 13:13

Beitrag anzeigenThe Critic sagte am 02. März 2014, 12:51:

Pandemonium

So werden also die Scary-Movie-Filme aussehen, wenn das Gros der Referenzen verblaßt ist. Vollkommen unlustig bis auf die Bedienung im schlechsteten Diner der Welt. Eine Schande, wie hier die tolle Carol Kane verschleudert wird. Die Schauspielerin für ihre Carrie-artige Filmmutter wird übrigens im Abspann nur als "A Friend" ausgewiesen. Wer kann es Eileen Brennan verdenken.
Sehen die nicht jetzt schon so aus. Ich hab neulich den zweiten SCARY MOVIE gesehen und fand ihn ganz amüsant, aber bei einer Vielzahl der Anspielungen wusste ich überhaupt nicht worum's geht und das war langweilig. WAS MACHT DER TOTE AUF DER WÄSCHELEINE fand ich übrigens immer noch ganz spaßig.

#6 Funxton

    Avanti, Popolo

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Geschrieben 02. März 2014, 13:19

Beitrag anzeigenThe Critic sagte am 02. März 2014, 12:51:

Pandemonium

So werden also die Scary-Movie-Filme aussehen, wenn das Gros der Referenzen verblaßt ist. Vollkommen unlustig bis auf die Bedienung im schlechsteten Diner der Welt. Eine Schande, wie hier die tolle Carol Kane verschleudert wird. Die Schauspielerin für ihre Carrie-artige Filmmutter wird übrigens im Abspann nur als "A Friend" ausgewiesen. Wer kann es Eileen Brennan verdenken.

Ich habe den seit Ewigkeiten nicht mehr sehen können, fand ihn jedoch früher immer super. Im Freundeskreis war der seinerzeit ein Dauerbrenner im Dunstkreis der ZAZ-Sachen, "Caddyshack", "Jekyll & Hyde... together again" et al.. Kenne allerdings nur die (wirklich schön bescheuerte) deutsche Synchronfassung.
Aber man muss ja nicht immer über dieselben Gags lachen können (die "Scary Movie"-Reihe finde indes ich ganz schlimm...).

#7 The Critic

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Geschrieben 02. März 2014, 15:46

@sicomastik: Finde ja, daß die ungeraden Folgen der Scary Movie Filme recht unterhaltsam sind, die geraden dagegen übelst abstinken. Student bodies spielt in der Tat in einer anderen Liga, was man schon daran sieht, daß er von den anderen szenenweise kopiert wird.

@Funxton: Humormäßig werden wir wohl nicht mehr auf einen Nenner kommen. Er hat Jehova gesagt ZAZ mit Freitag der 713. auf eine Stufe gestellt - opfert den Frevler dem großen Kong!

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#8 The Critic

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Geschrieben 02. März 2014, 18:55

Beitrag anzeigenUbaldo Terzani sagte am 02. März 2014, 01:00:

bürokratie :bart:

Kann ich leider nicht bearbeiten, da Sie keine Nummer gezogen haben. Der Nächste bitte!

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#9 Bastro

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Geschrieben 02. März 2014, 20:06

August: Osage County - ein bisschen öde, ein bisschen viele Klischees. Nich' so gut.

#10 The Critic

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Geschrieben 02. März 2014, 21:31

La Nana

Großen Dank an Ubaldo, der, wenn ich es recht erinnere, mir den Film auf den Schirm gebracht hat.

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#11 sicomastik

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Geschrieben 02. März 2014, 22:15

RAT MAL, WER ZUM ESSEN KOMMT

#12 The Critic

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Geschrieben 03. März 2014, 00:54

Wild beasts

Spektakulär in mehr als einer Szene. Kein Wunder, hat Franco Prosperi schließlich zuvor Mondofilme gedreht, die auch rauh und pseudodokumentarisch daherkamen. Leider kommt Wild beasts nie über das Spektakel hinaus und wirkt daher etwas hohl im Vergleich zu Filmen wie, sagen wir mal, Panik in der Sierra Nova oder Die Frösche. Aber unterhaltsam ist er, das kann man nicht anders sagen.
Wobei wie bei Stunde der grausamen Leichen die Verwendung von brennenden Ratten mehr als fragwürdig ist.

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#13 wowie

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Geschrieben 03. März 2014, 16:38

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via

L'Ecume des Jours // Der Schaum der Tage
noch einer miener TOP 5 2013 .... einfach nur sensationell, nach nur 10 minuten hatte ich schon ernste zeichen eines gesichtskrampfes, weil ich aus dem staunen gar nicht mehr rauskam. Das wird einem aber abgenommen mit der zunehmend tödlichen und nostalgischen stimmung.
is wie, Gilliam meets Tati meets (early) Godard
9/10

Tolle Kritik!
http://www.avaaz.org/ --- "the world in action" --- https://www.campact.de/ --- "Demokratie in Aktion"

#14 Bastro

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Geschrieben 03. März 2014, 18:52

Temple of the Red Lotus - früher Jimmy Wang Yu, in dem er noch nicht so perfekt ist, wie in seinen späteren Rollen. Eher zerbrechlich, schüchtern, zurückhaltend. Wohl auch der erste Shaw Brothers-Film in Farbe, und die sehen toll aus. Schöne Locations, lustige Gadgets (die goldenen Statue mit den Klammerhänden). Ansonsten etwas unübersichtlich und die Action ist noch nicht so tight choreographiert, wie man das eigentlich gewohnt ist. Nicht überragend, aber ein schöner Zeitvertreib.

#15 sicomastik

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Geschrieben 03. März 2014, 23:01

ENTSCHEIDUNG AM BIG HORN

Konfektionsware-Regisseur Sidney Salkow liefert mit seinem letzten Film formal armseliges "business as usual" und setzt der umstrittenen Figur des George Armstrong Custers ein weiteres Denkmal durch geradezu ungeheuerliche Zurechtbiegungen der Geschichte. John Fords BIS ZUM LETZTEN MANN (1947) ist zu keiner Zeit in Gefahr und nach wie vor die komplexeste und einzig diskussionswürdige kritische Betrachtung Custers im Kino, die mir bisher bekannt ist. ENTSCHEIDUNG AM BIG HORN, immerhin 1965 gedreht, ist, trotz oder vielleicht gerade wegen seines revisionistischen Anspruchs, ein Musterbeispiel für so vieles, was man am klassischen Western hassen kann.

#16 sicomastik

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Geschrieben 03. März 2014, 23:55

ZWEI RITTEN ZUSAMMEN

Kein Wunder, dass Godard den auf Platz 1 der besten Filme des Kinojahres 1961 hatte. Hier wird der Italo-Western inhaltlich schon nahezu en detail vorweggenommen. Wird mit jeder Betrachtung besser.

#17 The Critic

    Mad rabbits, mad world

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Geschrieben 04. März 2014, 10:35

Only lovers left alive

So schön Jarmuschs Würdigung von Hunderten Jahren Kulturgeschichte und dem Sterben der alten neuen Welt ist, so unterentwickelt ist das Drehbuch. Die permanente Apple-Werbung half da auch nicht wirklich, den Eindruck zu verbessern. Und Hiddleston kann nix.

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#18 Antoine Doinel

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Geschrieben 04. März 2014, 15:40

Nymph()maniac, der Tragödie erster Teil OV Lars von Trier

Tragödie trifft eigentlich nicht wirklich zu, denn das ist mehr eine Farce, was auch auf die beiden vorangegangenen
Filmen (Antichrist, Melancholia) gilt, aber gerne übersehen wird. Es ist schon interessant, dass ein Film mit derart
viel Sex gleichzeitig derart viel Tristesse verbreiten kann. Und das ist durchaus nicht negativ gemeint, denn vieles
an dem Film ist höchst faszinierend. Die Aufteilung in einzelne Kapiteln erinnert ein wenig an Kill Bill(Fuck Joe),
wobei durch die Erzählstruktur (Joe, dargestellt von Charlotte Gainsbourg, wird von einem älteren, naiv wirkenden
Mann aufgelesen und erzählt ihm ihre Lebensgeschichte) eine interessante zusätzliche Ebene eingezogen wird.
Tonspur und Schnitt sind geradezu sensationell. Aber die Tristesse macht den Film zu einem ein wenig äh
unbefriedigenden und manchmal langweiligen Erlebnis. Ein entgültiges Urteil möchte ich aber erst fällen,
wenn ich den ganzen Film kenne.

#19 Short Cut

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Geschrieben 04. März 2014, 17:01

Something Wild
1986
(Jonathan Demme)
8-9/10


Ist mit Scorseses After Hours tatsächlich einer der besten Yuppie-Angst Filme der 80er. Schön wie der Film ständig mit der Oberflächenstruktur spielt. Hier ist tatsächlich nichts so wie es scheint. Interessant auch das wirklich jeder hier aufgrund seines äußerlichen Gebarens von Außenstehenden sofort gesellschaftlich eingeordnet wird. Der Soundtrack von Laurie Anderson, John Cale und Jean-Michel Jarre bringt es allzudeutlich auf den Punkt.
Jeder Film schreibt Geschichte. Um Filmgeschichte zu verstehen muss man Film immer im geschichtlichen und natürlich im Genrespezifischen Kontext sehen. So ist das und nicht anders.

#20 sicomastik

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Geschrieben 04. März 2014, 23:39

IM AUGE DES TAIFUN

Hwang Jang Lees Regiedebut ist eine Knüppelpackung von Dauerkämpfen, brillant choreographiert und von solider Härte, und lässt ihn im Eröffnungsshot sogar mit seinem Bösewicht-Image spielen. War jetzt genau das Richtige.

#21 Bastro

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Geschrieben 05. März 2014, 16:10

Way of the Dragon - konnte endlich diesen Bruce Lee-Film nachholen - es ist der mit Chuck Norris als Finalgegner im Kolosseum in Rom. Es ist auch ein Kampf des makellosen Oberkörpers gegen den behaarten Affenmann, aber das nur am Rande. Insgesamt braucht der Film etwas Anlaufzeit, allerdings steigert er sich dann immerzu und schraubt sich in mehrere ikonische, legendär gewordene Sequenzen hinein, die man schon oft auf Plakaten oder Bildern gesehen hat. Die Dialogregie wie auch deren Scripter hatten am Tag zuvor aber wohl ziemlich Freibier genossen. Haarsträubend!

#22 sicomastik

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Geschrieben 05. März 2014, 16:44

THE BLUE EAGLE

Actiondrama aus dem Jahr 1926: Zwei ehemalige Jugendfreunde, beide Anführer rivalisierender Gangs, müssen während des Ersten Weltkrieges notgedrungen zusammenarbeiten. Obendrein lieben sie auch noch das gleiche Mädchen. Als sie nach Hause kommen, muss einer der beiden feststellen, dass sein jüngerer Bruder an der Nadel hängt und die "Hood" inzwischen von Drogendealern infiltriert wurde. Die beiden Widersacher schieben abermals ihre Probleme beiseite und begeben sich nun in einen neuen Krieg: den Krieg gegen die Drogen. John Ford setzt in dem schnell geschnittenen Film eher auf Geschwindigkeit und hatte offensichtlich einige Freiheiten. So inszeniert er die homosexuelle Beziehung des jüngeren Bruders zu seinem Stricherfreund für die Zeit relativ direkt und versucht durch den tragisch inszenierten Tod der beiden eine Schuldzuweisung à la "Die Schwulen nehmen Drogen, dann verdienen sie's nicht anders" zu unterwandern. Der Tod einer alleinerziehenden Mutter, die für den nächsten Fix anschaffen ging, markiert dann den dramaturgischen Wendepunkt. Wie so oft spielen staatliche Institutionen bei Ford keine Rolle, da ihnen grundsätzlich zu misstrauen ist. Die Drogendealer selbst bleiben anonymisiert - sie liefern den Stoff per U-Boot nach New York (!) - und werden mittels einer spektakulären Explosion zur Hölle geschickt. Am Ende kann Ford noch einen Boxkampf zwischen den beiden Widersachern inszenieren, bei dem die Kamera versucht die Faustschläge zu imitieren. Ähnlich wie Kubrick es 30 Jahre später in seinem DER TIGER VON NEW YORK tat. Alles in allem solide.

#23 sicomastik

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Geschrieben 05. März 2014, 23:56

AMERICAN FIGHTER V

:honk:

#24 Bastro

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Geschrieben 06. März 2014, 00:31

Masked Avengers - ein satanischer Kult von maskentragenden Dreizackkämpfern terrorisiert das Land und überzieht es mit Blut und Schrecken. Eine Gruppe von Männern macht sich auf, um die Toten zu rächen und den Terror zu beenden. Chang Chehs Film von 1981 hat einiges an Blutfontänen und spektakulären Fights zu bieten - das ist alles wunderbar choreographiert und toll gefilmt mit Perspektivenwechseln, rhythmischen Schnitten und slow-motion-Inserts. Eine ganze Reihe von Gadgets heitern zudem dann die späteren Ereignisse im Anwesen der Diabolischen auf. Gleichwohl ist der Film nach der Hälfte irgendwann ziemlich dröge, da es beinahe unmöglich ist, dem Plot einigermaßen zu folgen, oder den schnell herausgefeuerten Dialogen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Maskenmänner nicht wissen, wer hinter den anderen Masken steckt, und ob das ein Freund ist oder gerade auch mal ein Veräter und Überläufer. Hier hält man sich am besten an grobe Kategorien wie gut vs. böse. Toller Film, aber bisweilen auch recht zäh und redundant.

#25 sicomastik

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Geschrieben 06. März 2014, 00:35

Beitrag anzeigenBastro sagte am 05. März 2014, 16:10:

Insgesamt braucht der Film etwas Anlaufzeit, allerdings steigert er sich dann immerzu...
Ja, wirklich beeindruckend, wie Lee einen New-Hollywood-Stil für seinen Film appliziert und sich so gar nicht an der Inszenierung eines Lo Wei oder überhaupt einem gängigen kantonesischen oder Mandarin-Stil orientiert. Die absolute Bodenständigkeit der Fights, ihre geradezu nach Realismus gierende Aura, machen diesen Film zu einem der außergewöhnlichsten m.M.n. besten Martial-Arts-Filme, die je gedreht wurden. Inklusive der großen Mythologisierung, die Lee mitlaufen lässt, wenn der Drache im animierten Vorspann als Drachenboot gen Westen reist und beim Aufprall auf die europäische Küste zum Drachen mutiert.

#26 Bastro

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Geschrieben 06. März 2014, 00:53

Beitrag anzeigensicomastik sagte am 06. März 2014, 00:35:

Ja, wirklich beeindruckend, wie Lee einen New-Hollywood-Stil für seinen Film appliziert und sich so gar nicht an der Inszenierung eines Lo Wei oder überhaupt einem gängigen kantonesischem oder Mandarin-Stil orientiert. Die absolute Bodenständigkeit der Fights, ihre geradezu nach Realismus gierende Aura machen diesen Film zu einem der außergewöhnlichsten m.M.n. besten Martial-Arts-Filme, die je gedreht wurden.
Ja, das fand ich auch beeindruckend - das sind richtig nüchterne Straßenkämpfe, die da abgebildet werden. Mann kann die Härte der Schläge förmlich spüren. Allerdings wird das teilweise einerseits durch die Komik etwas überdeckt, andererseits durch die arg unterstützende Tonspur. Was mich noch sehr beeindruckt hat, war Chuck Norris als Colt. Er schafft es tatsächlich, alles Heroische hinter sich zu lassen und trotzdem grundernst zu bleiben. Es ist dann vielmehr ein melancholischer Aspekt, den er mit nur einem Blick, einem einzigen, fast unmerklichen Gesichtsausdruck auszudrücken versteht. Das ist nur ein kurzer Moment, aber ich fand ihn sehr beeindruckend. Hier treffen zwei einsame Könner aufeinander, die in einer besseren Welt nicht hätten gegeneinander kämpfen müssen. Aber so wie die Dinge stehen, muss es bis zum Ende durchgezogen werden. Das ist ein sehr nihilistisches Pathos.

#27 sicomastik

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Geschrieben 06. März 2014, 01:02

Beitrag anzeigenBastro sagte am 06. März 2014, 00:53:

Allerdings wird das teilweise einerseits durch die Komik etwas überdeckt, ...
Somit zollt Lee doch dem kantonesischen Humor und der Inszenierung Respekt bzw. webt sie ein (einer der Punkte, die ich so toll finde) und serviert sie trotz allem sehr nüchtern.

Beitrag anzeigenBastro sagte am 06. März 2014, 00:53:

... andererseits durch die arg unterstützende Tonspur.
Das gehört bei einem Hongkong-Film dazu wie bei den Italienern. Die Hongkonger hatten sogar noch weniger Konserven, auch wenn das Schreien von Lee für diesen Film extra neu eingeschrien, ähh, ja, wurde. Natürlich führt es zu einem Meta-Realismus. Hast du die deutsche Fassung gesehen?

Beitrag anzeigenBastro sagte am 06. März 2014, 00:53:

Was mich noch sehr beeindruckt hat, war Chuck Norris als Colt. Er schafft es tatsächlich, alles Heroische hinter sich zu lassen und trotzdem grundernst zu bleiben. Es ist dann vielmehr ein melancholischer Aspekt, den er in nur einem Blick auszudrücken versteht. Das ist nur ein kurzer Moment, aber ich fand ihn sehr beeindruckend. Hier treffen zwei einsame Könner aufeinander, die in einer besseren Welt nicht hätten gegeneinander kämpfen müssen. Aber so wie die Dinge stehen, muss es bis zum Ende durchgezogen werden. Das ist ein sehr nihilistisches Pathos.
Ja, hier lässt sich ein weiteres Erbe John Fords für das Kino finden. Im Moment des Todes erkennen sie ihren Respekt voreinander, könnten Freunde sein (bei der Einstellung von Norris, als er lächelt, bevor er in den Tod geht und Lee ihn mit dem kurzen Kopschütteln bittet, es nicht zu tun, Norris dann aber schreiend in den Tod geht und Lee, nachdem er ihm das Genick gebrochen hat, fast erschrocken guckt, hat mich mal spontan zum Weinen gebracht) in einer anderen Welt, aber die Komplexität dieser Welt hat sie gegeneinander geführt. Mythologische Größe in der Nüchternheit. Genial und wesentlich reifer als das Pulp-Fest DER MANN MIT DER TODESKRALLE, den ich allerdings nicht weniger genial finde.

#28 sicomastik

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Geschrieben 06. März 2014, 04:41

Es ist interessant, wenn man den Kampf aus DIE TODESKRALLE SCHLÄGT WIEDER ZU mit dem Kampf aus dem von mir weiter oben angeführten THE BLUE EAGLE vergleicht. In Fords Film sind die ewigen Rivalen eigentlich bereits Freunde, haben sie einer höheren Sache gedient, doch das beide auf die gleiche Frau scharf sind, lässt sie einfach nicht zur Ruhe kommen. Im Boxring dreschen sie sich buchstäblich die Scheiße aus dem Arsch und der eher unsympathischere von Beiden erkennt im Verlauf des Kampfes seine Überlegenheit (er ist auch der in der "Hood" berüchtigtere Schläger und heißt nicht umsonst Big Tim) und bemerkt gleichzeitig, dass sein Gegner niemals aufgeben würde. Dieser drischt zwar auch dermaßen auf ihn ein, dass sich Big Tim der Abreibung seines Lebens gegenübersieht, aber er würde ihn trotzdem schaffen. Während der andere bereit wäre in den Tod zu gehen und wieder auf Big Tim losgeht, ist der Kampfverlauf nicht wie bei Lee und Norris, dass Big Tim ihm den Rest geben würde und damit siegreich wäre, er gibt nach und täuscht einen K.O. vor, da er erkennt, dass er nur so das Leben des Anderen retten kann. Er verzichtet, anders als Lee, auf seine Überlegenheit. Dadurch bleibt er am Ende als Verlierer zurück. Aber typisch Fords ausgleichendes Prinzip, gibt es für Big Tim, wenn schon nicht die Frau, die er liebt, eine andere Aufgabe. Er wird sich um Frau und Kind eines anderen kümmern und zwar von einem, der für Big Tim im Krieg sein Leben gab. So entsteht der Ausgleich. Er wird doch belohnt, aber steht auch in einer Pflicht.

Lees Existenzialismus geht jedoch tatsächlich in einen Nihilismus. Am Ende bleibt nur der Tod, weil sich sein Ego doch durchsetzte. Seine Aufgabe sei erfüllt, sagt er, doch Ching Hua möchte mit ihm gehen, die Sinnlosigkeit aller Handlungen unterstreichend. Fast alle, die zu Freunden geworden sind, sind am Ende tot. Und so haben wir auch hier wieder Ethan Edwards, wenn auch nicht so böse und demythologisierend für die Hauptfigur wie bei Ford, dem es absurderweise gelingt, mit seiner Demythologisierung einen neuen Mythos zu schaffen, dem sich alle nachfolgenden "reaktionär" bedient haben. Denn bewundern kann man diese Figuren eher als Edwards. Tang Long ist eher mit Siegels/Eastwoods "Dirty" Harry Callahan vergleichbar. Allerdings unterscheiden sich ihre Walk-Outs. Callahan geht tatsächlich in eine andere Welt, da er nach links diagonal hoch geht. Tang Long geht aufrecht nach rechts in eine ungewisse Zukunft. Anders als Edwards oder Callahan löst er sich noch nicht auf und betritt eine andere Welt. Auch erkennbar an der Warnung, die, ich glaube, Di Chin ausspricht, der noch vor den Gefahren dieser unserer Welt warnt, die Tang Long bestehen muss, falls er überleben will.

Hoffe, dass ist verständlich, bin etwas angeheitert.

#29 hoolio21

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Geschrieben 06. März 2014, 05:01

Hoffe, ich hab's verstanden. Bin Ethan. Mit besserer Laune.

(Chop Suey mit Huhn Now)

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#30 sicomastik

    Schlundforscher

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Geschrieben 06. März 2014, 05:05

Wären wir nicht alle gerne ein bisschen Ethan?





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