Filmforen: Avatar - Filmforen

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#1 Mitglied ist offline   Bastro 

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Geschrieben 27. Dezember 2009, 19:24

Katja Nicodemus zu AVATAR:

Zitat

Vielleicht wird es einfach noch ein Weilchen dauern, bis die Drehbücher des neuen digitalen Kinos so visionär sind wie die Fantasien, von denen es erzählt.


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Das bißchen verschüttete Schweineblut auf dem Tisch ist doch keine Suppe für Kinder. (R. D. Brinkmann)

#2 Mitglied ist offline   Tornhill 

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Geschrieben 27. Dezember 2009, 21:28

Ich sehe nichts Verwerfliches darin, eine halbwegs simple Story mit positiver Botschaft in einen solchen Unterhaltungsfilm zu packen. Was hat die gute Frau denn erwartet? Kann die TITANIC nicht vergessen, bei dem ich Camerons Persönlichkeit nur teilweise aufflammen sah?
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#3 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 27. Dezember 2009, 21:59

Es geht wohl weniger um die Simplizität der Geschichte sondern um die Simplizität der Vortragsweise dieser. Umso mehr ich drüber nachdenke, umso mehr bin ich über diese vollkommen überraschungsarme und triste Inszenierungsweise verärgert. Etwas erzählerisch so Armes ist mir in letzter Zeit selten begegnet. Da können die Avatare noch so viel durch fluoreszierende Wälder und Wiesen wandern. Der Erkundungsaspekt - so visionär er sein mag - ist ja in eine Geschichte und seine Erzählweise eingebettet. Und da enttäuscht Cameron auf ganzer Linie...

#4 Mitglied ist offline   Tornhill 

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Geschrieben 27. Dezember 2009, 22:44

Beitrag anzeigenbekay sagte am 27. Dezember 2009, 21:59:

Es geht wohl weniger um die Simplizität der Geschichte sondern um die Simplizität der Vortragsweise dieser. Umso mehr ich drüber nachdenke, umso mehr bin ich von dieser vollkommen überraschungsarmen und tristen Inszenierungsweise verärgert. Etwas erzählerisch so Armes ist mir in letzter Zeit selten begegnet. Da können die Avatare noch so viel durch fluoreszierende Wälder und Wiesen wandern. Der Erkungsundsaspekt - so visionär wie er sein mag - ist ja in eine Geschichte und seine Erzählweise eingebettet. Und da enttäuscht Cameron auf ganzer Linie...
Ich denke, dass Cammeron bei 300 Millionen Dollar Kosten in dieser Hinsicht einfach keine großen Experimente mehr eingehen wollte, zumal es sich hier um keine Fortsetzungsfilm handelt. Ich fand den Film in Ordnung ohne jemals von ihm verärgert gewesen zu sein. Nur die angedeutete Sexszene hätte man sich sparen können. Es gibt deutlich schlimmere Beispiele amerikanischen Blockbusterkinos, die mich eher auf die Palme bringen.
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#5 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 27. Dezember 2009, 22:58

Keine Ahnung, warum es mich bei dem Film nun so störte. Klar verstehe ich die Geldzwänge und das Auf-Nummer-Sicher-Gehen - aber ich hatte das Gefühl, dass das Blockbuster-Kino hier seinen Höhepunkt an Abgedroschenheit und Wiederkäuung erreicht hat. Und alles wirkte umso fader, je besser die Effekte aussahen - und was sahen diese gut aus! Ich komme gerade nicht umhin, diesen Film für den größten technokratischen Furz seit Langem zu halten...

Und da du eben die (angedeutete) Sex-Szene ansprichst: Nein, die war doch gerade gut! Denn das wiederum war dann doch ein faszinierender Aspekt am Film: Die Körperlichkeit der Pixelwesen war wirklich überwältigend. Die Muskeln, die Ärsche, die Haut - zum Anbeißen ... aber auch das wiederum ist nur auf der Seite der Effekte zu verbuchen.

#6 Mitglied ist offline   Tornhill 

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Geschrieben 27. Dezember 2009, 23:17

Beitrag anzeigenbekay sagte am 27. Dezember 2009, 22:58:

...aber ich hatte das Gefühl, dass das Blockbuster-Kino hier seinen Höhepunkt an Abgedroschenheit und Wiederkäuung erreicht hat...

Nun, das hatte sich bei mir schon bei diversen FLUCH DER KARIBIK, TRANSFORMERS oder Superhelden-Fortsetzungen eingestellt. :)) Die existieren auch nur, weil sie eingetragene Marken sind. Da schmeckt mir der unangenehme Beigeschmack von mächtigen Medien-Konglomeraten, Urheberrechtsinhabern von Multimillionendollar-Franchises etc. nämlich überhaupt nicht.
AVATAR sehe ich da eher als riskantes Experiment eines ernstzunehmenden Science-Fiction-Filmregisseurs, der von einem großen Studio unterstützt wird. Wenn man Quatsch wie TRUE LIES oder TITANIC einmal außen vorlässt, hat Cameron mit Sachen wie THE ABYSS, THE TERMINATOR und ALIENS einen mehr als unzweifelhaften Ruf aufgebaut.
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#7 Mitglied ist offline   Puni 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 00:10

Weil wir es ja auch neulich im TF davon hatten: "When Will White People Stop Making Movies Like "Avatar"?"

Dieser Beitrag wurde von Puni bearbeitet: 28. Dezember 2009, 00:12

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Verkaufe DVDs! Bei Interesse PN. // A Wingman's Diary

#8 Mitglied ist offline   Hick 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 07:12

Beitrag anzeigenbekay sagte am 27. Dezember 2009, 21:59:

Es geht wohl weniger um die Simplizität der Geschichte sondern um die Simplizität der Vortragsweise dieser. Umso mehr ich drüber nachdenke, umso mehr bin ich über diese vollkommen überraschungsarme und triste Inszenierungsweise verärgert. Etwas erzählerisch so Armes ist mir in letzter Zeit selten begegnet. Da können die Avatare noch so viel durch fluoreszierende Wälder und Wiesen wandern. Der Erkundungsaspekt - so visionär er sein mag - ist ja in eine Geschichte und seine Erzählweise eingebettet. Und da enttäuscht Cameron auf ganzer Linie...

Na, das Drehbuch ist 12 Jahre alt (oder älter) - das sieht man ja schon an den aufgewärmten Gadgets und Ideen auch "Aliens", die im Film auftauchen. Nach einer viertel Stunde war mir eigentlich schon klar, dass ich es mit einer Variation der immer gleichen "Edle Wilde lehren imperialistische Wilde was Humanität ist"-Geschichte zu tun habe. Ich habe mich dann auf das Rätselraten eingelassen, welche Quellen Cameron für seine Alien-Ethnologie verwandt hat und war eigentlich ganz positiv angetan von dem Mixup.

Auch das 3D-Konzept ging imho gut auf, weil es jegliche spektakuläre Effekte hat vermissen lassen. Ich musste zwischen drin immer mal wieder über die Brille hinweg schauen, um mir zu versichern, dass das Bild wirklich "anders" ist. Dass sich da so schnell eine "optische Selbstverständlichkeit" einstellt, finde ich eigentlich positiv, weil es zeigt, dass Cameron es geschafft hat, die Technik in den Kanon der "unsichtbare Inszenierungen" einzureihen. Jetzt müsste nur noch eine eigene Bildsprache und -dramaturgie entwickelt werden.

#9 Mitglied ist offline   Hick 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 11:19

http://www.kino.de/n...8eb1c8cb5a85a0e

#10 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 11:37

Beitrag anzeigenHick sagte am 28. Dezember 2009, 07:12:

Na, das Drehbuch ist 12 Jahre alt (oder älter) - das sieht man ja schon an den aufgewärmten Gadgets und Ideen auch "Aliens", die im Film auftauchen. Nach einer viertel Stunde war mir eigentlich schon klar, dass ich es mit einer Variation der immer gleichen "Edle Wilde lehren imperialistische Wilde was Humanität ist"-Geschichte zu tun habe. Ich habe mich dann auf das Rätselraten eingelassen, welche Quellen Cameron für seine Alien-Ethnologie verwandt hat und war eigentlich ganz positiv angetan von dem Mixup.

Ich halte ja dekonstruktive Sichtweisen und Interpretationen in Ehren, aber für mich muss der Film auch Signale geben, die eine solche Vorgehensweise rechtfertigen. Avatar gibt aber von Anfang an vor, großes & episches Erzählkino zu sein - und also denk ich zuerst einmal auf dieser Ebene mit und gegen ihn. Schon allein der konfuse Anfang, der ein Voice-Over aus einer den ganzen Film über nicht näher spezifizierten Zukunft, Bilder der Vergangenheit auf der Erde und der gegenwärtigen Ankunft auf Pandora mischt, zeigt, wie schnell Cameron einfachste Erzählmittel aus der Hand gleiten. Überhaupt eine äußerst unsorgfältige Anwendung des Voice-Overs: Cameron lässt ihn wohl sprechen, wenn er nicht anders weiß, Informationen dem Zuschauer mitzuteilen. Das ist demzufolge vollkommen unregelmäßig und ohne tieferen Sinn. Es scheint, als ob das Voice-Over nicht im Dienste der Geschichte, sondern im Dienste eines verwirrten und überforderten Regisseurs steht. Klar, Cameron hatte genug zu tun, Effekte aus seinen Computern zu prügeln. Aber vielleicht hast du recht: Dann ist es gerade dieses kolossale Scheitern des Geschichenerzählers Cameron, welches zur dekonstruktiven Sicht einlädt.

Jedoch besonders wichtig scheint mir in diesem Zusammenhang zu sein - davon kann man sich z.B. bei Cinefacts überzeugen - dass der Film eben überwiegend als emotionales Erzählkino, welches offenbar funktioniert ( :zora: ), rezipiert wird...

#11 Mitglied ist offline   Hick 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 11:46

Die Voice-Over-Problematik ist ja nicht neu bei Filmen, die zu "unfilmisch" sind, um mit ihren eigenen Mitteln erzählen zu können. Den Eindruck hatte ich nun bei "Avatar" nicht, denn "zeigend erzählen" konnte der Film ja auf jeden Fall. Man könnte das (deiner Ansicht nach verunglückte) Voice-Over bei einer dekonstruierenden Interpretation doch auch durchaus aus dem Plot heraus zerren und es - etwa mit einer Theorie des Acousmetre - zu einer Stimme in der dritten Dimension machen.

Ich kann mich aber in Wirklichkeit gar nicht erinnern, dass da überhaupt ein Voice-Over war ... was natürlich nicht heißt, dass da keines war. :D

Dass "Avatar" als emotionsgeladenes Erzählkino funktioniert, glaube ich - anhand der monomythischen Erzählung - sehr gern. Die haut ja schon seit Homers Odyssee regelmäßig die Rezipienten von ihren Hockern.

#12 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 11:58

Ich finde, du verwechselst da etwas - denn "zeigend erzählen" kann der Film nur, wie die Baumwelten Pandoras erkundet werden. Wäre der Film ein reiner Erkundungsfilm, eine Art Doku über Pandora, oder oder oder - ich hätte ihm applaudiert. Aber das ist er ja nicht - dieser Erkundungsaspekt nimmt ja nur einen Teil des Films ein und ist, wie ich schon erwähnt habe, eingebettet in eine Geschichte, die du ganz passend als "Edle Wilde lehren imperialistische Wilde was Humanität ist" beschreibst. Und hier versteht sich Cameron nicht aufs zeigende Erzählen - da bleibt er löchrig, holprig, inkonsequent und eben, was mich am meisten schmerzte: lustlos. :(

#13 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 12:10

Beitrag anzeigenHick sagte am 28. Dezember 2009, 11:46:

Dass "Avatar" als emotionsgeladenes Erzählkino funktioniert, glaube ich - anhand der monomythischen Erzählung - sehr gern. Die haut ja schon seit Homers Odyssee regelmäßig die Rezipienten von ihren Hockern.

Ein schwacher Versuch! :kork:

Die Frage ist ja, ob diese sogenannte "monomythische Erzählung" nur aufgrund ihres Inhaltes, also des Erzählstoffes, so eine Faszination auf den Menschen ausübt - oder ob es nicht viel mehr eine gewisse Vortragsweise ist, die den Menschen fesselt. Die monomythischen Erzählungen müssen ja immer wieder neu - in zeitgemäßen Formen (Sprachstil, Medien etc.) - erzählt werden, um zu funktionieren. Und meine Kritik baut ja nur auf dem Wie auf. Camerons Erzählform ist schockierend öde.

#14 Mitglied ist offline   Hick 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 12:29

Beitrag anzeigenbekay sagte am 28. Dezember 2009, 12:10:

Camerons Erzählform ist schockierend öde.


Im Prinzip debattieren wir um ein Phantasma herum, das man in die Fragen kleiden könnte: Warum hat mir der Film gefallen und dir nicht und kann einer von uns beiden Recht haben? :D

#15 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 12:30

Ja, klar. Wir sind ja auch in einem Filmforum! :D

#16 Mitglied ist offline   Hick 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 12:33

An meiner Zugangsweise siehst du aber schon, dass ich gar keine Lust habe über Geschmacksfragen zu diskutieren, weil ich schon beim Gucken von "Avatar" gar keine Lust hatte mich zu fragen, ob mir der Film gefällt oder nicht. Ich gehöre damit wohl in ein Filmwissenschaftsforum. :D

#17 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 12:35

Beitrag anzeigenHick sagte am 28. Dezember 2009, 12:29:

Beitrag anzeigenbekay sagte am 28. Dezember 2009, 12:10:

Camerons Erzählform ist schockierend öde.


Im Prinzip debattieren wir um ein Phantasma herum, das man in die Fragen kleiden könnte: Warum hat mir der Film gefallen und dir nicht und kann einer von uns beiden Recht haben? :D


Ich könnte es auch objektiver formulieren: Camerons Erzählform ist so stereotyp, dass jede Erzählwendung von jemanden, der auch nur 5 Hollywood-Filme gesehen hat, vorausgesehen werden kann. Und solcherlei offensichtliche Orakeleien zu ermöglichen, das ist doch schlechter (Erzähl-)Stil, oder? Dass ein Genre auch vom Wissen seiner Zuschauer um die Struktur lebt, ist klar: Aber eben nicht nur davon...

Beitrag anzeigenHick sagte am 28. Dezember 2009, 12:33:

An meiner Zugangsweise siehst du aber schon, dass ich gar keine Lust habe über Geschmacksfragen zu diskutieren, weil ich schon beim Gucken von "Avatar" gar keine Lust hatte mich zu fragen, ob mir der Film gefällt oder nicht. Ich gehöre damit wohl in ein Filmwissenschaftsforum. :D


#18 Mitglied ist offline   Hick 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 12:39

Das habe ich gerade als Stärke empfunden: Die Stereotypie ist ja auch ein verlässlicher Pfad, den man vielleicht sogar beschreiten sollte, wenn man mit neuen Darstellungstechniken experimentiert (das hat gerade die Geschichte des 3D-Kinos immer wieder gezeigt: immer wieder Genrefilme mit "sicheren" Plots). Dass er seine Stereotypie nicht einfach mit einem melodramatischen Korsett verkleidet hat, sondern sozusagen in der Urform der Stereotypie, dem Mythos, präsentiert, wäre demnach kein dummer Schachzug. Mir war es so zumindest möglich, mich gar nicht erst auf den Inhalt einlassen zu müssen, sondern sozusagen ein Blick auf die Ränder des Kunstwerks zu werfen.

#19 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 12:49

Mir wäre es - auch wenn es anhand der Produktionskosten utopisch experiementell anmutet - dann aber lieber gewesen, die Ränder in die Mitte zu stellen: Mehr Erkundung und Öko-System, weniger sprechende Namen, Figuren-Gequatsche und Plot. :muhaha:

#20 Mitglied ist offline   Hick 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 14:53

Dafür bleibt in den anderen beiden Teilen noch Zeit und Raum. Ich gehe mal davon aus, dass sich der Pandora-Kosmos auf ähnlich "natürliche" Weise entfalten wird, wie der von Mittelerde und ähnlichen Großerzählungen.

#21 Mitglied ist online   Bob 

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Geschrieben 28. Dezember 2009, 19:14

Beitrag anzeigenHick sagte am 28. December 2009, 12:39:

Dass er seine Stereotypie nicht einfach mit einem melodramatischen Korsett verkleidet hat, sondern sozusagen in der Urform der Stereotypie, dem Mythos, präsentiert, wäre demnach kein dummer Schachzug. Mir war es so zumindest möglich, mich gar nicht erst auf den Inhalt einlassen zu müssen, sondern sozusagen ein Blick auf die Ränder des Kunstwerks zu werfen.


Hätte für mich sogar funktioniert, wenn das Abgespule an konventionellen US-Mustern nicht noch so dermaßen fade ausgefallen wäre. Da haben ja komplette Zwischenschritte gefehlt, die man sich nach Schema F dazu denken musste, z.B. die Wandlung von Rodriguez' Charakter. Vielleicht hat es sogar alle Charaktere betroffen. Verstehe in dem Bezug auch nicht mehr, wie man von "Erzählkino" sprechen kann. Das war doch eher schlecht nacherzählt.


Beitrag anzeigenbekay sagte am 28. December 2009, 12:39:

Mir wäre es - auch wenn es anhand der Produktionskosten utopisch experiementell anmutet - dann aber lieber gewesen, die Ränder in die Mitte zu stellen: Mehr Erkundung und Öko-System, weniger sprechende Namen, Figuren-Gequatsche und Plot.

Das wäre dann endgültig der perfekte Kiffer-Film. Ich wär' dabei. :cheers:

Dieser Beitrag wurde von Bob bearbeitet: 28. Dezember 2009, 19:15


#22 Mitglied ist offline   Hick 

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Geschrieben 04. Januar 2010, 07:19

Es scheinen wohl gerade diese ewige Variation des Altbekannten und die auf bloß ein (oder zwei) Dimensionen angelegten Figuren zu sein, die Filme (finanziell) erfolgreich machen.

#23 Mitglied ist offline   Hick 

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Geschrieben 11. Januar 2010, 08:05

Das Problem scheint sich von selbst zu lösen:

"Freitod für Wiedergeburt auf Pandora"

#24 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 11. Januar 2010, 10:30

Wie sicher sich Kino.de ist, warum "solche Gefühle überhaupt nur entstehen können"... nämlich aufgrund der "genialen Verbindung von 3D-Technik und fotorealistischen Computersequenzen in bisher nie da gewesener Bildqualität." Die sind ja vollkommen von der kapitalistischen Marketing-Industrie und ihrer Wertform aufgefressen. :zora:

#25 Mitglied ist offline   Moscher 

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Geschrieben 11. Januar 2010, 14:05

Beitrag anzeigenbekay sagte am 11. January 2010, 10:30:

Wie sicher sich Kino.de ist, warum "solche Gefühle überhaupt nur entstehen können"... nämlich aufgrund der "genialen Verbindung von 3D-Technik und fotorealistischen Computersequenzen in bisher nie da gewesener Bildqualität." Die sind ja vollkommen von der kapitalistischen Marketing-Industrie und ihrer Wertform aufgefressen. :zora:


Und ignorieren damit natürlich auch vollkommen den Fakt, dass viele gar nicht die 3D-Version schauen... Mich würde aber tatsächlich mal interessieren zu welchem Anteil die 3D-Version besucht wurde.

Hier noch ein interessanter Artikel um den Aspect Ratio bei 3D und Avatar: http://www.slashfilm...-aspect-ratios/
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"I love zombie movies to death, but the main reason I am making a zombie movie right now is because it is pretty easy to write a script for. I want to start making more Tarantino style movies soon." (IMDB-User)

"My positive role model is to win the fight and to come out the hero." (Fred Williamson)

#26 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 23. Januar 2010, 17:59

Nachdem man den Film ja schon als zweieinhalbstündigen Sex-Teaser verstehen kann, hier nun das, was Cameron ausgespart hat ...



#27 Mitglied ist offline   Tornhill 

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Geschrieben 23. Januar 2010, 22:07

:))
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#28 Mitglied ist offline   Hick 

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Geschrieben 27. Januar 2010, 07:17

Chinesische Stadt nennt Berg in "Avatar" um

#29 Mitglied ist online   bekay 

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Geschrieben 05. Februar 2010, 00:04

Schnelle, Suchsland und Bronfen diskutieren im SWR2-Forum, warum "Avatar" weltweit der erfolgreichste Film ist...

Tut mir leid, aber die Drei reden teilweise einen unqualitativen und falschen Stuss.

#30 Mitglied ist offline   The Critic 

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Geschrieben 05. Februar 2010, 00:24

Konnte schon nach der Einleitung nicht mehr zuhören: Das 3D Kino wurde schon mehrmals versucht einzuführen, aber jetzt endlich hat es eine technische Perfektion erreicht, laberrabarber. Das höre ich genauso von Bäckern und Krankenschwestern, die mal eben ins Kino gehen, um sich unterhalten lassen zu wollen. Nur, daß ich bei denen nichts anderes erwarte.
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