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Notes of a Dirty Young Man - Filmforen.de

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Notes of a Dirty Young Man


12 Antworten in diesem Thema

#1 Stanley

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Geschrieben 19. August 2008, 09:32

Hey ho, Lets go!

"You know, I’m sick of following my dreams, man. I’m just going to ask where they’re going and hook up with ‘em later." (Mitch Hedberg)


#2 Stanley

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Geschrieben 19. August 2008, 10:22

Blind (Tamar van den Dop) - Fantasy Filmfest Hamburg

Mit erschrecken habe ich grade festgestellt, dass ich nun schon über 4 Jahre Mitglied in dieser Community bin. Was für mich aber noch sehr viel erschreckender ist, dass ich nun tatsächlich die Frechheit besitze euch, liebe Leser, mit meinem Schwachsinn zu konfrontieren. Nun habe ich mir also auch so ein Tagebuch zugelegt; meine Motivation ist mir unklar, wahrscheinlich ist es nur der Hangover von gestern, der mich dazu bewegt hat. Also bleibt mir im Endeffekt wohl nichts anders übrig, als zu versuchen das beste aus der Situation zu machen.

Der Film? Nun, der war äußerst nichtssagend. Schon während ich den Film sah hatte ich mich gefragt, warum er mich so vollkommen kalt lässt und es hat nicht allzu lange gedauert bis ich auf die Antwort gestoßen bin: Komplett keine Charakterentwicklung. die Aktuere bleiben unglaublich flach, es war unmöglich mich in irgendeiner Weise in die Charaktere reinzufühlen. Leider wirkt es so als ob die Regiesseurin sich nur darauf konzentriert habe schöne Bilder einzufangen und dabei vergaß eine Geschichte von Interesse zu erzählen.

Alles was bleibt ist eine weiterer enttäuschender film aus dem diesjährigen FFF Programm.

"You know, I’m sick of following my dreams, man. I’m just going to ask where they’re going and hook up with ‘em later." (Mitch Hedberg)


#3 Stanley

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Geschrieben 19. August 2008, 13:59

Meine Gedächtnis ist so schlecht, ich musste meine IMDB-Vote-History zu hilfe nehmen um rauszufinden, welche Filme ich überhaupt die letzten Tage auf dem FFF gesehen habe. Möglicherweise ist aber auch nicht alleinig mein Gedächtnis daran schuld, denn die Filme, die ich mir ansah, waren weiß Gott nicht errinerungswürdig.

Also lass ich mal die paar Filmchen durch Kurzkritiken(Grade einmal mein 2. Eintrag und ich habe jetzt schon keine Motivation mich intensiv und langartmig mit den Filmen auseinaderzusetzen.) revue passieren:

Freitag: Mad Detective (Johnny To)

Sicherlich der interessanteste Film den ich bis jetzt auf den diesjährigen FFF gesehen hab. Ein verrückter Detektive kann die "Inneren Persönlichkeiten" seiner Mitmenschen sehen, durchschaut somit die Motive der Verbrecher und kommt ihnen in Folge dessen auf die Spur. Das Konzept ist schonmal gut nur bei der Umsetzung hapert es doch an einigen Stellen. Dadurch, dass wir ständig zwischen den verschieden Realitäten wechseln, wurde der film, zumindest für mich, reichlich konfus und ich hatte schwierigkeiten dem Plot zu folgen. Ich will nicht den Anschein erzeugen, dass der Film komplett gescheitert wäre, das ist er sicherlich nicht, aber er schöpft leider nicht sein komplettes Potenzial aus.

Samstag: Transsiberian (Brad Anderson)

"The Machinist" hatte mir damals v.a. wegen seiner teils angsteinflössenden Atmospähre doch recht gut gefallen. Transsiberian hingegen hat mich über weite Strecken doch eher gelangweilt den unterhalten. Es ist nicht zu übersehen, dass Anderson sich hier stark von Hitchcock's Klassikern beeinflussen lassen hat, doch leider kratzt er nicht einmal an der Qualität von Hitchcocks besten Werken. Was ich am meisten an Filmen wie "Rear Window" oder "Psycho" schätze ist das Gefühl, dass die Story ständig vorranschreitet, jede Szene treibt den Film vorran und ist keineswegs sinnlos. Eben an diesen Qualitäten mangelt es Transsiberian, vor allem im letzten Akt, ganz deutlich.
Ganz davon abgesehen würde es mich mal interessieren, ob ich denn der einzige bin, der den Film als deutlich rassistisch empfunden hat?

Samstag the 2nd: Like a Dragon (Takashi Miike)

Nachdem wir "Transsiberian" geschaut hatten, waren wir gezwungen 2 Stunden Wartezeit zu füllen und wie erwartet waren wir nicht kreativ genug die Zeit sinnvoll zu füllen also besorgten wir uns Alkohol. Also saßen mein Kumpel und ich auf dem Unigelände und betäubten unseren Geist. Glücklicherweise scheint die Zeit, wenn man etwas trinkt, immer deutlich schneller zu vergehen. Also fand ich mich schon bald wieder in der letzten Reihe des Kinosaals, bereit und willens mich Miike's "Like a Dragon" hinzugeben. Leider ebbte die anfängliche Euphorie doch wieder recht schnell ab, denn was ich bekam wirkte auf mich wie eine Miike-Massenwaren-Produktion. Eine Simple, teils dümmliche Yakuza Story gespickt mit nur 4-5 Guten Ideen über eine Länge von fast 2 Stunden. Allerdings wirklich hassen kann man "Like a Dragon" dann wiederrum auch nicht, nur leider habe ich auch nichts gefunden, dass ihn in irgendeinerweise lohnenswert macht.

Bearbeitet von Stanley, 19. August 2008, 14:08.

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#4 Stanley

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Geschrieben 19. August 2008, 16:25

Sonntag: Evangelion: 1.0 You Are (Not) Alone (Masayuki and more)

Am 3. Tag musste ich mich wirklich ins Kino zwingen. Nachdem ich schon drei mehr oder weniger enttäuschende Filme geschaut hatte und auch den Kater vom Vortag mit mir rumtragen musste, erschien es mir sehr viel logischer zu Hause zu bleiben und mich meiner Wehleidigkeit vor die Füße zu werfen. Im gleichen Moment wurde mir aber bewusst, dass ich ja eine Verabredung hatte und es, meiner Meinung nach, schon eindeutig zu spät war diese abzusagen. Auf dem Weg zum Kino erfuhr ich, dass es anscheint doch nicht zu spät war abzusagen, denn meine Begleitung rief an und erzählte mir, dass sie den ersten Film nicht schaffen würde und erst zum 2. Film kommen könnte. Da war ich nun also, alleine vor dem Cinemaxx Eingang: hungover, genervt und misanthropisch gestimmt. Ich dachte mir, was für ein enormes Glück es doch ist, dass ich mich in dieser Stimmungslage immerhin in der wunderbaren Dunkelheit des Kinos verkrichen kann.

Mir sind von "Neon Genesis Evangelion" nur die ersten 3 Folgen der Originalserie bekannt, was mir aber sofort auffiel ist, dass die meisten "kleinen", sympatischen Szenen aus den ersten 3 Folgen für die Actionszenen weichen mussten. Somit entsteht ein äußerst schnell erzählter Actionfilm, der sich ruhig ein wenig mehr Zeit hätte nehmen können uns die Charaktere näher zu bringen. Am Ende war ich weder enttäuscht noch sonderlich überzeugt. mal sehen, was uns der nächste Teil bringt.

Bearbeitet von Stanley, 19. August 2008, 16:26.

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#5 Stanley

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Geschrieben 20. August 2008, 14:36

Sonntag: The Oxford Murders (Álex de la Iglesia)

Wer sagt, dass er Filme nicht zur Unterhaltung schaut lügt. Nichts Neues, aber ein guter Satz um mein Dilemma mit diesem ziemlich miserablen Film zu verdeutlichen. Denn ich würde mich selber und die Leser belügen, würde ich sagen, dass mich dieser Film wegen seiner offentsichtlichen Dümmlichkeit nicht unterhalten hätte. Die Story ist absolut bodenlos, das Schauspiel aller Akteure ist lächerlich und das Ende ist von Peinlichkeit kaum zu übertreffen. Aber nichtsdestotrotz fühlte ich mich recht gut unterhalten. Vermutlich war es die Ernsthaftigkeit, mit der die beteiligten an die Sache gingen, obwohl die Grundlage so deutlich hirnrissig war, was mich amüsierte. Möglicherweise waren es auch nur die wahrlich wohl geformten Brüste von Leonor Watling die mich bei der Stange hielten(yes sir!), who knows?

Am Ende bleibt ein modernes Big Budget B-Movie was in einem Jahr wohl komplett vergessen sein wird.

Guten Morgen.

Bearbeitet von Stanley, 20. August 2008, 14:41.

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#6 Stanley

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Geschrieben 20. August 2008, 22:40

Schon bevor das FFF anfing hatte ich beschlossen den letzten Tag alleine anzutreten. Wäre ich mir bewusst gewesen, wie ungerecht diese Entscheidung meinen Freunden gegenüber war, hätte ich mich im Vorfelde darüber heimlich amüsieren können. Denn die vorigen Tage hatte ich meine Freunde grade zu überredet 8 € für Filme auszugeben, für die sie kein Interesse aufbringen konnten und sich später meistens als Gurken entpuppten. Doch nicht so am letzten Tag.

Downloading Nancy (Johan Renck)

Vor einigen Monaten stieß ich auf die Geschichte Brandon Vedas. Vedas schrieb, während er eine tödliche Dosis Medikamente zu sich nahm, mit seinen Internet „Freunden“ über ein Chatprogramm. Das Chatlog, dass mich für Wochen verfolgt und nachdenklich gestimmt hatte, ist so traurig, weil die anderen Chatteilnehmer mit Leichtigkeit seinen Tod hätten vermeinden können, hätten sie seine Taten ernst genommen.

Das erzählte ich euch, weil mich die Geschichte von „Downloading Nancy“ an diese traurige Begebenheit erinnerte. Nichtsdestotrotz hatte ich keine großen Erwartungen, denn der Titel ist eher plump und die schlechten IMDB-Votes taten ihr übriges. Glücklicherweise wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Die Geschichte ist angenehm Kommentarlos und ohne Pathos erzählt, das Schauspiel von Rufus Sewells war genial und bildlich ist der Film unerwartet, denn der Regiesseur ist bekannt durch Werbung, sehr kalt und ruhig vorgebracht. Sicherlich hätte der Film an einigen Stellen deutlich besser agieren können, aber sein vermeintliches Ziel hat er, zumindest bei mir, doch deutlich erreicht.

Ich ging niedergeschlagen und deprimiert aus dem Kino. Nachdenklich spazierte ich durch die Hamburger Innenstadt, ich überlegte mir ein gutes Bier zu holen - denn gute Leute trinken gutes Bier – entschied mich dann aber doch dafür weiter in meinem Kopf zu verweilen Wie nicht anders zu erwarten fing es an wie aus Eimern zu gießen. Mir war klar, dass mir nichts anders übrig blieb als einfach weiter zu marschieren, da stehen bleiben keine Alternative für mich darstellte.

Durchnässt und bedrückt betrat ich wieder die Hallen des Cinemaxx um „Waltz with Bashir“ zu gucken..

Bearbeitet von Stanley, 20. August 2008, 22:42.

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#7 Stanley

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Geschrieben 22. August 2008, 09:37

Waltz with Bashir (Ari Folman)

Ehrlich gesagt bin ich noch immer unschlüssig, was ich von dem Film halten soll, aber vielleicht bin mir, nachdem ich den Text verfasst habe, dessen klarer.

Die Cartoon Figur des Regiesseurs Ari Folman trifft sich eines Abends mit einem alten Kumpel und Kriegskameraden auf ein Drink. Der Freund erzählt ihm, dass ihn Bilder aus dem Libanonkrieg, an dem sie beide teilgenommen haben, in seinen Träumen heimsuchen. Daraufhin stellt Folman fest, dass er seine Kriegsvergangenheit komplett verdrängt hat und versucht nun, durch Gespräche mit anderen Kriegskameraden, seine Vergangenheit aufzuarbeiten.

Das Genre des animierten Dokumentarfilms war mir vorher noch komplett unbekannt - Ob Das Genre selber überhaupt Sinn ergibt sei mal dahin gestellt. Die Konversationen zwischen den ehmaligen Kriegskameraden sind sehr eindringlich und visuell erzählt, doch leider unterstützen die hölzern animierten Bilder niemals die Story. Mir persönlich machten die teilweise ziemlich peinlichen Animationen es wirklich schwer den ganzen Film überhaupt ernst zu nehmen.

Schlussendlich denke ich, dass der Film als Hörbuch ebenso gut, wenn nicht sogar besser funktioniert hätte, da es einfach keinen triftigen Grund für die Animationen gab.

Bearbeitet von Stanley, 22. August 2008, 09:38.

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#8 Stanley

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Geschrieben 22. August 2008, 12:57

Rear Window (1954, Alfred Hitchcock) - DVD

Kierkegaard sagt über Mozarts "Don Juan" dass es die beste Oper sei, weil das Wesen des Don Juans rein Musisch ist.(natürlich sagt er noch eine ganze Menge mehr). Der Grundinstinkt des Films ist Widerrum voyeurismus; Rear Window ist vollkommen Voyeuristisch und somit würde ich gerne behaupten, dass Rear Window der perfekteste Film sei, weil sein Wesen rein Filmisch ist.

Bearbeitet von Stanley, 22. August 2008, 13:00.

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#9 Stanley

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Geschrieben 25. August 2008, 13:12

Faustrecht der Freiheit (1975,Rainer Werner Fassbinder) - DVD

Fassbinders Filme haben eine ganz eigenartige Anziehnungskraft für mich. Seine leeren, trostlosen Bilder funktionieren für mich am besten, wenn die Geschichte ähnlich hoffnungslos und rau ist, wie seine Bilder. Glücklichweise treffen genau diese Eigenschaften auf "Faustrecht der Freiheit" zu, bis auf den Hauptcharakter, gespielt von Fassbinder selber, sind alle Akteure egoistisch, kaltherzig und gradezu teuflisch.

Wahrscheinlich war vor über 30 Jahren die Geschichte, die sich hauptsächlich um Homosexuelle dreht, noch kontrovers und ich vermute, dass dies auch eines der Hauptambitionen des Films war. Doch Hautzutage sind schwule Paare glücklichweiser nicht mehr schockierend und deswegen bleibt am Ende "nur" ein gelungener, teils langartmiger Film über den Untergang eines naiven Menschens.

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#10 Stanley

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Geschrieben 26. August 2008, 13:13

The Midnight Meat Train (2008, Ryuhei Kitamura)

Just another Horror/mystery movie a la Saw. Die ganzen ach-so-besonderen Kamerafahrten sowieso die offentsichtlichen CGI Effekte fand ich persönlich eher nervtötend statt spannend. Die Story wird gegen Ende reichlich absurd sodass ich froh war als der Film ein Ende fand.

Uccellacci e uccellini(Große Vögel, kleine Vögel) (1966, Pier Paolo Pasolini)

Möglicherweise bin ich ein Idiot, aber ich fand den Film ziemlich beschissen. Der Humor ist so veraltet, dass es gradezu schmerzlich peinlich war den Film zu schauen. Mir sind die durchaus geschickt eingestreuten politischen und philosophischen Verweise schon aufgefallen, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass der Film für mich Sterbenslangweilig war.

Sicherlich ist "Große Vögel, kleine Vögel" ein schlauer Film, aber für mich ist es ein Rästel, wie man sich, ohne irgendeine Verbindung zu der Zeit bzw. der Thematik zu haben, von dem Film heutzutage noch unterhalten fühlen kann.

Little Dieter Needs to Fly (1997, Werner Herzog)

Mir gefällt "Little Dieter Needs to Fly" bei weitem nicht so gut wie die Dokus, die Herzog in diesem Jahrzehnt gemacht hat. Das liegt hauptsächlich daran, weil der Film zu viel Dengler und so wenig Herzog ist. Aus Respekt scheint sich Herzog in diesem Film eher zurückgezogen zu haben und meldet sich deswegen so gut wie nie zu Wort - sprachlich sowie filmisch.

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#11 Stanley

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Geschrieben 31. August 2008, 10:43

Lektionen in Finsternis (1992, Werner Herzog)

Ein Vergleich mit einem meiner Lieblingsfilme, nämlich "Koyaanisqatsi", lässt sich kaum vermeiden. Was Herzogs Film fehlt war die absolute Fusion von Musik und Film so wie es, meiner Meinung nach, in "Koyaanisqatsi" passiert. Ich empfand die meisten Stücke oft deplaziert oder gar total unpassend. Herzogs seltenen Kommentare waren wie immer beeindruckend und teilweise tief poetisch. Ich hätte mir gewünscht, dass er sich öfter zur Wort gemeldet hätte, obwohl die Bilder alleinestehend sicherlich schon aussagekräftig genug waren. Am Ende ist "Lektionen in Finsternis" nicht ganz so großartig wie sein Titel, aber die Bilder, die uns präsentiert werden, machen den Film komplett empfehlenswert.

Gerry (2002, Gus Van Sant)

Irgendwie fehlt "Gerry" etwas, was die anderen beiden minimalstischen Van Sant Filme besitzen. Ich glaube es ist das "ungute" Gefühl, der Kloß im Hals, der mich durch "Elephant" sowie "Last Days" begleitet hat. Dieses Gefühl hat die anderen beiden Filme komplett getragen und machten sie somit zu außergewöhnlichen Seherlebnis. Ohne diese Empfindung bleibt Gerry nur ein Konsequentes, aber nichtssagenes Filmexperiment; doch ich schau mir lieber ein Film an der gescheitert ist, statt ein Film der nicht einmal versucht.

Bearbeitet von Stanley, 31. August 2008, 10:45.

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#12 Stanley

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Geschrieben 08. September 2008, 15:08

Powaqqatsi (1988, Godfrey Reggio)

Es scheint so als ob alles was "Koyaanisqatsi" großartig gemacht hat hier vergessen wurde. Während im Vorgänger die Fast-forward Ästhetik einem Grund nachkam und den Film somit zu einem Gesamtkunstwerk werden lies, erfüllen die Slow-Mo Aufnahmen von Powaqasti wenn überhaupt nur den Zweck sich an den Bildern zu ergötzen. Und die Bilder sind auch wieder einmal grandios doch scheinen sie balanglos und haben nicht die Poetische/Philosophische Aussagekraft die Koyaanisqatsi Bilder besitzen. Letzten Endes bleiben 1:30 Stunden von meist tollen Aufnahmen, mäßiger Musik und vor allem einer Menge Langeweile.

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#13 Stanley

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Geschrieben 18. September 2008, 14:56

Rope (1948, Alfred Hitchcock)

Im Grunde ist es komplett unnötig aufzuzählen was diesen Film so großartig macht, denn die meisten User hier haben ihn entweder sowieso schon gesehen, oder haben schon genug Lobpreisungen durchgelesen.

Doch fand ich interessant zu lesen, dass einige User sich an den möchtegern-unsichtbaren Schnitten stören. Es besteht keine Frage, dass diese Schnitte, wenn man den Hintergrund kennt, offentsichlich sind. Doch sind sie deswegen, meiner Meinung nach, nicht weniger wichtig für den kontinuierlichen Flow des Films. Erst durch die "versteckten" Schnitte versucht Rope nicht mehr Film zu sein, sondern sowas wie ein stiller Beobachter. Genau darin liegt seine Stärke.

Denn "Rope" ist der einzig mir bekannte Filme, der volles Vertrauen in sein Script hat und somit den Mut besitzt so wenig Filmkunst zu gebrauchen wie möglich.

Eine andere Ansicht, die ich interessant fand, kam von einen der Drehbuchschreiber, der im Making-of erzählte, dass er es bevorzugt hätte den Mord nicht zu zeigen um den Zuschauer durchgehend im Zweifel zu lassen, ob sich in der Truhe tatsächlich eine Leiche befindet. Er sagte, dass sich dadurch der Suspence-Faktor noch weiter erhöht hätte.

Am nächsten Tag habe ich noch ein wenig drüber nachgedacht ob diese Herrangehensweise den Film geholfen hätte oder doch eher geschadet hätte doch um ehrlich zu sein bin ich zu keinem Entschluss gekommen. Deswegen wäre ich sehr interessiert daran eure Einschätzung darüber hier zu lesen.

Bearbeitet von Stanley, 18. September 2008, 15:42.

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