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wowies Filmtagebuch





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Wie im Himmel



Noch einer meiner Lieblinge :)
Schwedischer FIlm von Kay Pollak mit Michael Nyqvist (132 min).

Es geht um einen Dirigenten der ein Burn-Out hat.
Daraufhin zieht er in ein kleines Dorf um sich zu besinnen.
In diesem Dorf gibt es einen Chor, und er wird gebeten, einige Tipps zu geben.
Das artet aber schnell aus und er kann nicht mehr aufhören mit dem Chor zu arbeiten.
Er entwickelt allerdings eine neue Methode für sich um mit den Leuten zusammenzuarbeiten.

Der Film zeigt nicht nur die Besinnung eines Burn-Out Kandidaten, wie er loslääst und neu anfängt, sondern er zeigt auch die Beschränktheit und die Alternativlosigkeit von vielem auf - von Standpunkten und alten Ordnungen. Aber vor allem zeigt er mit Hilfe der Kreativität, der Musik und der Gruppenaktivität, Wege aus diesem Elend. Es kommen Veränderungen, die der Dorfgemeinschaft ganz schön zu schaffen machen, da die althergebrachte Ordnung teils stark ins Wanken gerät.

Der Film schildert wunderbar einzelne Standpunkte als auch ihre tiefsten Absichten und Ängste.
Abhängigkeiten werden bewusst gemacht und das alles in einem tödlichen Klima wo jede Wärme zu ersticken droht. Aussergewöhnliches trifft auf banales und sie verbinden sich in offener Wahrheit und Gemeinschaft. Freiheit folgt und Freiheitskampf.

Sehr eindringliche Dialoge, hintergründig und doppeldeutig.
Sehr verständnisvoll und mitfühlend.
Handlung und Schauspiel sind sehr intim, sehr intensiv und ohne Scham. Tolles Ensemble!
Wahrheit und Freiheit werden zelebriert und Ruhe, Freude und Gemeinschaft und Kooperation wird zum guten Sinn erhoben.
Ein sehr kreativer, wundervoller und schöner Film!!
Und natürlich fantastische Musik!!

Und wer Craig bessser fand als Nyqvist, der kann sich hier eines besseren belehren ;)

Sehr zu empfehlen!!!
9/10



musik Nyqvist Pollak



Seltsam: Da denkt man, ein Motiv (Musiker findet Befriedigung, weil er andere mit Musik zu befriedigen mag) sei nun wirklich mehr als ausgelatscht (Tiefpunkt wohl Wes Craven's "Music of the Heart", 1999); und dann lässt man sich plötzlich doch wieder von Filmen wie "Les Chorists" (2004) oder eben "As It Is in Heaven" mitreissen. Ich kaufte mir letzteren übrigens trotz Oscar-Gewinns spät und ging ihn mit dem "Nicht schon wieder!"-Gefühl an. Er schaffte es, mich zu bewegen, und ich kann mich dir nur anschliessen. :cheers:
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