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See you at the movies

Howie's Filmeindrücke

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Watchlist Dez 2014/ Jan 2015


POINT BLANK (1967) 7

SCARECROW (1973) 7

DAWN OF THE PLANET OF THE APES (2014) 7

CHARLEY VARRICK (1973) 7.5

NOTHING TO LOSE (1997) 7

BADGE 373 (1973) 6

THE LEGO MOVIE (2014) 4

STRAIGHT TIME (1978) 7.5

CHEF (2014) 7.5

CALVARY (2014) 8

THE FRIENDS OF EDDIE COYLE (1973) 7.5

ROLLERCOASTER (1977) 8

THE DAY OF THE JACKAL (1973) 7.5

BAD SANTA (2003) 7

LOCKE (2014) 9

RED RIDING TRILOGY (2008) 8.5

HICKEY & BOGGS (1972) 8.5

I WENT DOWN (1997) 7.5

ADAMS AEBLER (2005) 8

UN HOMME EST MORTE (1973) 7

PRIME CUT (1972) 6.5

NAMELESS GANGSTER (2012) 6

TWO-MINUTE WARNING (1976) 7

DELIVERANCE (1972) 7

HARDCORE (1979) 7.5

COLD IN JULY (2014) 7

RUNNING SCARED (1986) 7

WHO'S HARRY CRUMB? (1989) 7

THE SWEENEY (2012) 7

3615 CODE PERE NOEL (1989) 2

PULSEBEAT (1985) 1

BLUE RUIN (2013) 7.5

PASSENGER SIDE (2009) 7

IL GRANDE SILENZIO (1968) 7

STAKEOUT (1987) 7.5

BRINGING OUT THE DEAD (1999) 5.5

UNCLE BUCK (1991) 6

HJEM TIL JUL (2010) 7

MILANO TREMA (1973) 6

FAVETI VIVI, LA POLIZIA NO INTERVERRÀ (1974) 5.5

L'INCONNU DU LAC (2013) 6

TRIPLE TAP (2010) 6

TRUE CONFESSIONS (1981) 5.5


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FIlmjahr 2014


THE SHIT-LIST

Unhonorably Mentions:

TWILIGHT (1998), LETHAL FORCE, THROW DOWN, ONE TOUGH BASTARD, SUPERBITCH, BLOOD BROTHERS, PRETTY POISON, SPECIAL SILENCERS, YOU KILL ME, HANNIBAL


04. THE LEGO MOVIE (THE LEGO MOVIE, USA/ AUS/ DK 2014, Phil Lord, Christopher Miller)
Ich bin zu alt für diesen Scheiß. Sorgt für ADHS und andere schlimme Krankheiten.


03. 3615 CODE PERE NOEL (DEADLY GAMES, FRA 1989, Rene Manzor)
Anti-Weihnachtsfilm mit dem bösen Weihnachtsmann, der einem kleinen Klugscheisserkind mit Mullet an die Wäsche will. Selbst für einen Slasher strunzdoof und langweilig.


02. POSSESSED BY THE NIGHT (GEISSEL DER LUST, USA 1994, Fred Olen Ray)
Möchtegern-Thriller im Softporno-Gewand mit bösem Haufen irgendwas im Gurkenglas. Henry Silva taucht auch mal auf und bekundet seine Liebe zu "Bimbos".


01. PULSEBEAT (PULSEBEAT, SPA/ USA 1985, Maurice Tobias)
Abgesehen von einer unfreiwllig komischen Opening Title Sequenz ein Haufen getanzter Scheiße. Aerobic-Porn my ass.




THE GOOD LIST

Alles Filme, die ich 2014 erstmals gesehen habe.

Honorably Mentions:

RUSH, NICHT MEIN TAG, MARGIN CALL, THE HOBBIT: AN UNEXPCTED JOURNEY, NEW WORLD, ACCIDENT, THE ESCAPIST, THE WOLF OF WALL STREET, PRISONERS, COLD IN JULY, THE SWEENEY, THE LINCOLN LAWYER


20. RUNNING SCARED (DIESE ZWEI SIND NICHT ZU FASSEN, USA 1986, Peter Hyams)
Eine der letzten großen Lücken in meiner 80s-Buddy-Comedy-Movie-Watchlist. Die Combo Crystal/ Himes funzt aus allen Rohren und Larry Hankin nimmt seine Rolle aus PT&A schonmal vorweg. :muhaha:


19. UN HOMME EST MORT (BLUTIGE SCHATTEN, ITA/ FRA/ USA 1972, Jacques Deray)
Ein französischer Auftragskiller (Trintignant) wird bei einem Auftrag in Übersee aufs Kreuz gelegt. Immer wieder interessant, wenn Europäer amerikanische Genrefilme inszenieren. So ist dies vor allem ein facettenreiches L.A.-Movie mit einer ziemlich geilen Strip Club-Szene.


18. BLUE RUIN (BLUE RUIN, USA/ FRA 2013, Jeremy Saulnier)
Die Dekonstruktion des ur-amerikanischen Revengemovie. In Anbetracht der Entstehungsgeschicte des Films ein kleines Wunder.


17. BORGMAN (BORGMAN, NL/ BEL/ DK 2013, Alex van Warmerdam)
Bürgerliches Spießertum aufgedeckt durch einen Alp-ähnlichen Eindringling. Mit vielen visuellen Ideen und abstrus-komischen Momenten ein perfektes companion piece zu Lanthimos' KYNODONTAS.


16. BO CHI TUNG WAH (CONNECTED, HK/ CHI 2008, Benny Chan)
Packender HK-Blockbuster, der trotz seiner wahnwitzigen Ausgangslage erstaunlich realistisch bleibt und Louis Koo als legitimen Nachfolger des Hitchcocks "Every Man" fundiert.


15. ENEMY (ENEMY, SPA/ CAN 2013, Denis Villeneuve)
Persönlichkeitsspaltung im 70s-Paranoia-Kino-Gewand.


14. THE SPANISH PRISONER (DIE UNSICHTBARE FALLE, USA 1997, David Mamet)
Nach Johnnie To war es für mich das Jahr des David Mamet, dessen Con Artist-Filme neben gewohnt scharf geschliffenem Dialog auch stets einige Überraschungen bieten. Dieser hier ist mein Liebster, auch weil ihm darstellerisch überraschenedes gelingt: Steve Martin glaubhaft als Bösewicht.


13. BIG BAD WOLVES (BIG BAD WOLVES, ISR 2013, Aharon Shenales, Navot Papushado)
Torture Porn mit intellektuellem Anstrich und pechschwarzem Humor.


12. CHEF (CHEF, USA 2014, Jon Favreau)
Kulinarisches Feelgood-Movie, mit dem sich Favreau auf SWINGER-Qualitäten zurück besinnt.


11. THE SWIMMER (DER SCHWIMMER, USA 1968, Frank Perry)
Bitterböse Parabel auf den Zerfall des American Dream mit Lancaster als (Quasi)Geist einer idealisierten Epoche. Nebenbei auch die Blu-Ray -VÖ des Jahres.



10. DEUX JOURS, UNE NUIT (Zwei Tage, eine Nacht, FRA/ BEL/ ITA 2014, Dardennes)
Ganz nah an seiner Hauptfigur (Cotillard) erlebt der Zuschauer im Dokustil deren schweren Weg im Kampf um den eigenen Arbeitsplatz: nur wenn ihre Kollegen auf den Bonus verzichten, darf sie bleiben. Eine Perversität der beruflichen Realität von den Dardennes als packendes Drama präsentiert, das Moral (vor)lebt, ohne moralisierend zu sein.


09. PTU (PTU, HK 2003, Johnnie To)
Die erste Szene ist wohl die beste, die ich im ganzen Jahr gesehen habe: ein Musterbeispiel für die Magie der Filmmontage, die hier zugleich an der Spannungs- wie Komikschraube dreht. Der Rest ist ein Quasi-Remake von Kurosawas STRAY DOG, der Tos Standarddarsteller Luet Sam endlich mal eine Hauptrolle beschert.


08. CALVARY (AM SONNTAG BIST DU TOT. IRE/ UK 2014, Martin McDonagh)
Erste Szene. Beichtstuhl. "I first tasted semen when I was seven-years-old". Nicht nur Brendan Gleeson als Dorfpfarrer findet diese opening line überraschend. Er soll in einer Woche ermordet werden und geht fortan seinen Kreuzweg. Weniger als whodunnit sondern als Reflexion über Glaube und Vergebung legt McDonagh seinen Film an, der nur noch sehr leisen Humor aus seinen Vorfilmen übrig lässt. Gleeson steigt passend zum Film zu einem Darstellergott auf.


07. CHEUNG FOH (THE MISSION, HK 1999, Johnnie To)
Erster Teil von To's MoM-Trilogie, der sehr an Ricky Tognazzis LA SCORTA erinnert, dabei zwar weniger politisch ausfällt, aber viel Raum für seine Charaktere schafft, ohne die fulminanten Action Set Pieces zu vernachlässigen.


06. DU ZHAN (DRUG WAR, HK/CH 2012, Johnnie To)
Von vorn bis hinten extrem spannender Police Procedural.


05. THE RAID 2: BERANDAL (THE RAID 2, IND USA 2014, Gareth Evans)
Toppt in punkto Action alles mir zuvor bekannte. Wer die Story als dünn bezeichnet hat die Mechanismen des Actionkinos nicht verstanden.


04. FONG JUK (EXILED, HK 2006, Johnnie To)
Ein moderner Western, der mit einem sagenhaften Show Down beginnt und schließt.


03. SLITHER (SCHLEUDERPARTIE, USA 1973, Howard Zieff)

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Eine Blaupause des Kinos der Coens, die alles vorweg nimmt, was deren Filme bestimmt: Americana, abstruse Situationskomik und eine Schar bunter Charaktere, die allesamt einen eigenen Film füllen könnten. Was SLITHER aber von den Brüdern abhebt, ist dass er in der cineastisch bedeutsamsten Dekade entstanden ist. Ein (Wunder)Kind der Goldenen 70er.


02. FUK SAU (VENGEANCE, HK/ FRA 2009, Johnnie To)

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Im persönlichen Jahr des Johnnie To mit 15 (!) Sichtungen ist dies die Krönung und zugleich die Ansammlung all dessen, was seine Actionfilme so außergewöhnlich machen: der Weg einer Gruppe, die nach dem Code der Welt des Michael Mann und Jean-Pierre Melville lebt: professionell, loyal und so saumäßig cool, dass dieser längst zum (Film)klischeebehaftete Begriff wieder reingewaschen wird. Zwischen Shoot Outs, die durch Schauwert und Intensität wie filmische multiple Orgasmen wirken und reflexiven, mediativen Momenten entwickelt sich in FUK SAU der utimative To-Film, der auch als Einstiegsdroge taugt, da er internationaler ist und westlich geprägten Cinephilen dadurch zugänglicher wird.


01. LOCKE (NO TURNING BACK, UK 2014, Steven Knight)

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Ein Mann (Tom Hardy) 90 Minuten auf der Autobahn. Am Telefon. Seine zu Beginn getroffene Entscheidung lässt sein komplettes Leben sukzessive Stück für Stück zerschellen. Wir gehen diesen - auch wahrhaftigen - Weg mit ihm und erleben, wie dieser Mann trotz der für ihn brutalen Konsequenzen standhaft bleibt, hinter seiner Entscheidung steht. Felsenfest. Das ist aufregend, bitter und auch anrührend. Schön, dass am Ende noch ein Fünkchen Glück bleibt. Mehr aber auch nicht.
Ein Meisterwerk ohne wenn und aber, dessen Konzept voll aufgeht, auch wenn es sich der (Schau)Werte des Kinos verweigert: ein Schauplatz, eine Figur. Mehr nicht. Getragen von einer darstellerischen Bestleistung und einem reichhaltigen Script ist LOCKE ein origineller Film, der wahnsinnig nachhallt.


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Watchlist


SHERLOCK 3.3

Jeder Film scheint den vorherigen (zu) toppen (zu wollen). Hier überrascht neben einem WTF-Finale vor allem, wie weit die Autoren die Akzeptanz für Sherlocks Taten austesten. Erinnerte stark an MAGNUM: DID YOU SEE THE SUNRISE?

TWIN PEAKS - SEASON 2

Mediocre. Mark Frosts Einflüsse schimmern stärker durch als die von Lynch, der auch mehr mit WILD AT HEART zu tun hatte. Immerhin ziehts in den finalen Episoden nochmal kräftig an bis einem die finale Szene den Tritt in die Eier serviert. Schade, dass es nun doch eine Auflösung geben wird.

TWIN PEAKS: FIRE WALK WITH ME

Verkappte Version von Lynchs geplantem Marylin Monroe-Biopic. Trotz vieler bekannter Gesichter völlig anders als die Serie. Sheryl Lee gibt im wahrsten Sinne des Wortes ALLES - die weibliche Version von Abel Ferraras BAD LIEUTENANT.

EUROCRIME!

Nach Jahren (!) des Wartens hats Mike Malloys Doku endlich zur VÖ geschafft. Zwar nicht so gut, wie in ggtmc-Kreisen gepriesen, aber für den Genrefan unentbehrlich. Nur das Segment zur Musik fehlte mir.

BLUE VELVET

Einstiegsdroge in die Lynch-Welt.

MULHOLLAND DR.

Mit jeder Sichtung verständlicher. Mein liebster Horrorfilm.

LAST EMBRACE

Nimmt einiges von Mamets HOMICIDE vorweg. Scheider und die Locations allein machen ihn sehenswert.

DEUX JOURS, UNE NUIT

Typisch Dardenne und doch ganz anders als ihre übrigen Werke. Trotz Weltstar Cottilard wieder völlig für "Real" empfunden. Kenne keine Filmemacher, die Filme so spürbar machen.

EL MAQUINISTA

Filmgewordener Albtraum. Düster im wahrsten Sinne des Wortes.

QUIEN PUEDE MATAR A UN NINO?

DER Killer-Kidz-Film. Wirkungsvoll vor allem durch die vielen Kontraste: überfüllten dunklen Straßen zu Beginn weichen der Leere im Tageslicht. Kinder werden von Opfern zu Tätern. Ganz oben immer noch 1) Kirchenszene 2) Kind treibt Mutter ab 3) Schüsse in die Kindermauer.

THE CANDY SNATCHERS

Uff. Keinesfalls mehr die Begeisterung wie damals vorhanden. Immer noch gut, sicherlich. Mehr dann aber doch nicht.

THE SEVEN-UPS

Quasi-Prequel zu FRENCH CONNECTION mit besserer Autoverfolgungsjagd (der besten aller Zeiten vllt) und mehr Screentime für Scheider. Mit Lynch und Spinell weitere Hochkaräter an Bord.

THE DEAD ZONE

Mein Lieblings-Walken. Bis auf den etwas übertriebenen Unhappy Ending-Moment für Martin Sheen makellos.

GLENGARRY GLEN ROSS

Death of a fucking Salesman. Synchro müsste verboten werden.

OVERHEARD 2

Selbe Cast wie im ersten Film, ansonsten völlig neue Ausgangslage und Figurenkonstellation. Die strenge HK-Zensur schwächt zwar auch hier das Ende, die Darsteller reißens aber allemal wieder raus.

MACHO MAN: THE RANDY SAVAGE STORY

ALS WWE-Produkt natürlich nicht so ganz neutral, aber immerhin auch keine Lobliedveranstaltung. Wusste kaum was über Poffo, so dass nicht nur der Nostalgiegier gerecht wurde.

THE FRENCH CONNECTION

Im Grunde genommen ein einizges Chase/ Stakeout-Movie. Am liebsten ist mir der Realismus: wenn Doyle in der Eiseskälte stundenlang observiert fühlt sich das wie "echte" Polizeiarbeit an. Hackman ist mittlerweile in meinem Darsteller-Pantheon.

THE FRENCH CONNECTION 2

Macht nicht den Fehler, den Ersten zu kopieren, sondern wirft alles über den Haufen: Location, Autoritäten und Kräfteverhältnisse. Hackmans Doyle, der zuvor schon mehr Schatten als Licht war muss wahrhaftig durch die Hölle, die ihn jedoch nicht läutert, sondern zum Racheengel werden lässt. Wie er sein "Gefängnis" abfackelt ist der schiere Wahnsinn. Am Ende wirds leider zu konventionell.

GRAVITY

Im Moment der Sichtung überwältigend, aber ohne großen Nachhall. Ein bisschen wie Fastfood.

THE OUTFIT

Duvall in einer Hauptrolle rechtfertigt schon die Entstehung eines Films. Dass er als period piece gedacht wark, merkt man ihm sofort an und doch ist er mir als "echtes" 70s Produkt am liebsten. Inmitten zahlreicher hochkarätiger Crime Movies dieser Dekade ragt er als eine Mischung aus Heist und Road Movie heraus. Lustig, wie auch stetig an die Grenze des Erlaubten im Rahmen eines PG-Ratings gegangen wurde: so sind die Dekolletés meist stark transparent und bei Gewalt war man je immer SEHR tolerant. Überraschend der Schluss, den man so zu der damaligen Zeit nicht unbedingt erwarten konnte.


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Filme 2014 - Teil 4


KVINDEN I BURET (ERBARMEN) (Mikkel Norgaard, DK/ D/ S 2013)

Skandinavischer Police Procedural. Einigermaßen spannend, aber gegen Ende auch mit einigen Genre-Klischees. Punktet vor allem durch das Duo Kaas/ Fares. Nächster Teil wird geschaut. 7/ 10


UNNA-TRILOGIE

BANG BOOM BANG (Peter Thorwarth, D 1999)

DER(!) Ruhrpott-Klassiker. 8.5/ 10

WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT (Peter Thorwarth, D 2002)

Sympathisch. Kleinerer Figurenkosmos als in BBB, was mehr Raum zur Charakterisierung bietet. Bei den ernsten Tönen versagt der Film, wie Thorwarths Selbstbesetzung zum in die Tonne kloppn is. Ich vermute: Der wollte einfach nur der Lara an die Wäsche! 6/ 10

GOLDENE ZEITEN (Peter Thorwarth, D 2004)

Selbige hatte Thorwarth bereits hinter sich. Ein episches Werk voller Unsympathen wodurch Thorwarth seine vorherigen Filme konterkariert. Gefiel mir damals wie heute wenig. 5/ 10



ERASER (Chuck Russell, USA 1996)

Entstanden zur Zeit als Arnies Stern bereits zu sinken begann stellt der Film heute doch ein wohliges Kontrastprogramm zum für mich beinahe unerträglich gewordenem modernen Actionkino dar. Genrehelden der 80er/ 90er gibt es einfach nicht mehr. 6/ 10


THE PARTY (DER PARTYSCHRECK) (Blake Edwards, USA 1967)

Einer der lustigsten Filme aller Zeiten als Bindeglied zwischen Old und New Hollywood. Sellers beste Rolle! 8.5/ 10


CHINATOWN (Roman Polanski, USA 1974)

Hat drei Sichtungen gebraucht. Jetzt stimme ich zu: der Film kann was! Auch wenn ich mit Dunaway nie warm werde(n werde) ist das großes Darstellerkino wobei sich Jack in die Riege der unfähigen Private Eyes der 70er einreiht. 7/ 10


THE ASPHALT JUNGLE (DER ASHPHALT DSCHUNGEL) (John Huston, USA 1950)

Die Mutter aller Heist Movies. 8.5/ 10


TWILIGHT (IM ZWIELICHT) (Robert Benton, USA 1998)

Der Versuch eine Hommage an die Dekonstruktion des Private Eyes der 70er scheitert an einer miserablen Regie. Schade um Newman und Hackman. 4/ 10


LA BATTAGLIA DI ALGERI (SCHLACHT UM ALGIER) (Gillo Pontecorvo, I/ ALG 1966)

Dokumentarische Bestandsaufnahme des Aufstandes gegen eine Kolonialmacht. Kühl und distanziert. Habe keinen Zugang gefunden. 4/ 10


COPS AND ROBBERS (TREFFPUNKT CENTRAL PARK) (Aram Avakian USA 1973)

Kleines sympathisches Heist-Movie, das den Spirit der 70er lebt. John P. Ryan als MVT! 7.5/ 10


A SERIOUS MAN (Joel & Ethan Coen, USA 2009)

Der Abschluss der "Troubled Man Trilogy" befasst sich mit der Midlife Crisis. Tragikkomisch wie sonst was. 8/ 10


UNDER FIRE (Roger Spottiswoode, USA 1983)

Politthriller im Geiste Costa-Gavras. Zunehmend spannend. 7/ 10


MIRACLE MILE (DIE NACHT DER ENTSCHEIDUNG) (Steve De Jarnatt, USA 1988)

Der ultimative Pre-Apocalypse-Film. Nahegehend durch seine glaubhaften romantischen Elemente auch wenn Mare Winningham am weitesten von meiner Definiton der attraktiven Frau weg ist. Das Ende ist trotz Kenntnis des Ausgangs immer noch der Wahnsinn. 8.5/ 10


THE LONG GOODBYE (DER TOD KENNT KEINE WIEDERKEHR) (Robert Altman, USA 1973)

Elliot Gould als Philip Marlowe-Parodie. Herrlich. Er kann nicht mal seiner Katze etwas vormachen. 8.5/ 10


THE ESCAPIST (Rupert Wyatt, UK/ IRE 2008)

Knastfilm, dessen Erzählstruktur im Verbund mit der Doppeldeutigkeit seines Titels ihn aus dem Genre herausragen lässt. Und (!): Brian Cox is the shit! 7.5/ 10


KENNY (Clayton Jacobson, AUS 2006)

Kenny, der Scheißhausklempner im Pantheon der sympathischsten Filmfiguren aller Zeiten. Liebenswürdig hoch zehn. Kein Scheiß! 8.5/ 10


SIN YAN (THE STOOL PIGEON) (Dante Lam, HK 2010)

Schnell geschaut bevor die BD vollends verrottet. :( Die Undercovercop-Geschichte ist eine von HKs liebsten wie mir scheint. Solide. Nick Cheung ewig verlässlich. 6.5/ 10


THE BIG HIT (Kirk Wong, USA 1998)

Überraschend intelligente Actionpersiflage mit einem putzigen Marky Mark. 6/ 10


LETHAL FORCE (Alvin Ecarma, USA 2001)

Trash, der sich als solchen sieht. Funktioniert wunderbar. 6/ 10


BO CHI TU WAH (CONNECTED) (Benny Chan, CHI/ HK 2008)

Remake des US-Films CELLULAR und wahrscheinich um Längen besser, denn CONNECTED war DIE Überraschung des Monats! Plotmäßig eine irrsinnige Ausgangslage, aber spannend wie Sau und mit sehr ordentlichen Actioneinlagen. Louis Koo ist als Everyman idealbesetzt. 8/ 10


O'HORTEN (Bent Hamer, N/ D/ F/ DK 2007)

Ruuuuhige skandinvaische Filmperle um einen pensionierten Lokführer. Melancholisch und grotesk-humorig. 8/ 10


SIT YAN FUNG WAN (ABGEHÖRT) (Felix Chong, Alan Mak, HK/ SI /CHI 2008)

Abhörthriller mit obligatorischen dramatischen Elementen, die von den guten Darstellern geschultert werden. Ordentlich. 6.5/ 10


MANIAC COP-TRILOGIE

MANIC COP (William Lustig, USA 1988)

Robert Z'Dar als Frankenstein-Cop. Als New York noch dreckig war. Tolles Titelthema. Gute Besetzung. Besser als erwartet. 5.5/ 10


MANIAC COP 2 (Wiliam Lustig, USA 1990)

Etwas besser als die Origin-Story, da hier weniger erklärt werden muss und dadurch an Rasanz gewonnen wird. Die Flashbacks nerven. Robert Davi mal als Held. Gute Stunts! 5.5/ 10


MANIAC COP 3: BADGE OF SILENCE (Alan Smithee, USA 1993)

Die Unruhen hinter den Kulissen sind offensichtlich. Schwacher Abschluss, der sich dem Voodoo-Thema, das Hollywood Ende der 80er beherrschte, hingibt. Die feurigen Stunts im Finale sind der schiere Wahnsinn. 3.5/ 10


LA MAISON SOUS LES ARBRES (DAS HAUS UNTER DEN BÄUMEN) (René Clement, FRA/ I 1971)

Leidlich spannender Psycho-Drama-Thriller. Clement ist NICHT Hitchcock, auch wenn er es versucht. Frank Langella ist hier noch jung und Dunaway die Unmutter des Jahres. 4.5/ 10


BLINKENDE LYGTER (FLICKERING LIGHTS) (Anders Thomas Jensen, DK/ S 2000)

Gaunerkomödie unter der Regie von Drehbuch-Ass Jensen, bei der alles passt und ich meine ehemaligen Vorbehalte gegen backstories der Charaktere über Bord geworfen habe. 8/ 10


THE BELIEVERS (DAS RITUAL) (John Schlesinger, USA 1987)

Der Film, der die Voodoo-Euphorie bei Hollywoods Autoren wohl losgetreten hat. Sheen ist super, aber der Film trotz Traumstart nicht. Sehr träge das Ganze. Höhepunkt ist Helen Shavers Mount St. Helens T-Shirt. Selbstironie oder Narzismus? 5/ 10


BORGMAN (Alex van Warmedam, NL/ BL/ DK 2014)

Die holländische Version von KYNODONTAS. Sogar besser! Lässt viel Raum für Interpretation und sieht super aus. Humor dunkelschwarz! Bei der Teddy-Rede bin ich fast vom Sessel gekippt. 8/ 10


ENEMY (Denis Villeneuve, CA/ SPA 2013)

Sehr atmosphärischer Doppelgänger-Thriller. Beschwört das Paranoiakino der 70er herauf. Hallt enorm nach. 8/ 10


THE MAN WHO HAUNTED HIMSELF (EIN MANN JAGT SICH SELBST) (Basil Dearden, UK 1970)

Na klar! Ein Doppel ( :immo: ) Feature nach ENEMY. Roger Moore scheint einen Doppelgänger zu haben. Die Auflösung ist genial. Moore darf hier mal schauspielern und überzeugt. J&B ist auch dabei. Sowie einige exploitative Züge. Feine Kost! 7.5/ 10


REMBRANDT (STEALING REMBRANDT) (Jannik Johansen, DK/ UK 2003)

Gaunerdramödie, deren Elemente Johansen selten geschickt austariert. Auch kann die Besetzung nicht überzeugen. Einer sieht aus wie Lukas Podolski und spielt auch so. Das fehlen des O-Tons half mir auch nicht weiter. Gefiel mir früher besser. 5/ 10


VRATNE LAHVÉ (LEERGUT) (Jan Sverak, CZ/ UK/ DK 2007)

Sveraks inszeniert seinen Vater als entnervten Lehrer, der seinen Schülern gern mal den Schwamm überm Kopp auswringt (gute Idee finde ich! - nur schwer umsetzbar :D ) und schließlich kündigt, um daheim seiner Gattin auf die Nerven zu gehen. Oder umgekehrt. Bei Job(ver)suche(n) landet er schließlich im Supermarkt bei der Leergutannahme, wo er seinen vorläufigen Frieden findet. Ich mag Sveraks Humor, der zwischen derb und liebenswürdig pendelt. Wie in KOLJA zeigt er seinen Vater als Schürzenjäger. Ob da was dran ist :D Und Prag liegt ihm sicherlich am Herzen. Das sieht man im wahrsten Sinne des Wortes. :love: 8.5/ 10


BIKUR HA-TIZMORET (DIE BAND VON NEBENAN) (Eran Kolirin, ISR/ USA/ FRA 2007)

Liebevoller Kulturclash ergibt sich aus der Begegnung eines Alexandrianischen Polizeiorchesters das fälschlicherweise in einem israelischen Kaff landet mit den Einheimischen. Sprachbarrieren werden in gebrochenem Englisch oder mit Händen und Füßen überwunden und grundsätzlich ist man sich ohenhin einig, wie einige Lebensweisheiten beweisen. 8/ 10


NORD (Rune Denstad Langlo, NOR 2009)

Road Movie durch die weiten norwegischen Schneelandschaften. Der depressive Spritjäger (Sprit ist norwegisch für Schnaps, was ich sehr lustig finde) Jomar trifft dabei so einige skurrile Personen und gerät in selbige Situationen. Dies erzählt Langlo auf die gewohnt skandinavische ruhige Art mit einem ordentlich Schuss Humor. 8.5/ 10


TWIN PEAKS - SEASON 1 (David Lynch u. a., USA 1990)

Zwar blöd, dass ich die Auflösung schon kenne, aber rd. 10 Jahre nach Kauf der Staffelboxen jetzt endlich mal angefangen. Die zahlreichen grotesken Situationen, sowie die durch durchweg überzeichneten Figuren, die auch nur schwarz oder weiß sind und erst durch die Entschlüsselung des Charakters Laura Palmer parallel zu ihr an Grautönen gewinnen machen den Reiz der Serie aus und verleihen ihr das Außergewöhnliche. Lieblingscharakter natürlich Agent Cooper, der sich wie kein anderer über Kaffee und Donuts freut. 8/ 10


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Top 100 Lieblingsfilme (76-100)


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Top 100 Lieblingsfilme (51-75)


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Top 100 Lieblingsfilme (26-50)


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Top 100 Lieblingsfilme (1-25)


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Filme 2014 - Teil 3


GONG WOO (BLOOD BROTHERS) (Ching-Po Wong, HK 2004)

Sehr enttäuschend. Stilistisch völlig überladen, Andy Lau verschenkt. 3.5


SCHOOLGIRLS IN PERIL-TRILOGY:

COSA AVETE FATTO A SOLANGE (DAS GEHEIMNIS DER GRÜNEN STECKNADEL) (Massimo Dallamano, ITA/D 1972)

Perfekte Mixtur aus Giallo, Poliziotto und Police Procedural. Kernige Ermittler, heiße Schnitten und Charakterköpfe en masse in den Nebenrollen. Wunderbar fotografiert, aber auch wunderbar sleazig. Großes Plus auch das hohe pacing, so dass durchweg Spannung aufkommt. Die restaurierte Version auf der Italo-DVD ist auch großartig, wenn nur der Ton besser wäre... 9/ 10


LA POLIZIA CHIEDE AIUTO (DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER) (Massimo Dallamano, ITA 1974)

Bei der dritten Sichtung hat es "Klick" gemacht. Fast so gut wie SOLANGE, dafür noch mehr Procedural mit Cassinelli, den ich mehr und mehr zu schätzen weiß. Adorfs Szenen aber stechen alles aus. Himmel, was für Emotionen... ansonsten geiler Score, rasante Verfolgungsjagden, derbe Goreeffekte und auch mal eine Frauenrolle, die nicht blank ziehen oder ins Gras beißen muss, sondern sich in der korrupten Welt von Machtmännern behaupten darf. 8.5/ 10


ENIGMA ROSSO (ORGIE DES TODES) (Alberto Negrin, ITA/ SPA 1978)

Fällt zu den ersten beiden Filmen gewaltig ab. Man merkt, dass Dallamano fehlt - er hätte wahrscheinlich etwas wesentlich besseres, v. a. kohärenteres abgeliefert. Der Plot schlängelt ziellos umher, um am Ende fast beiläufig eine hanebüchene Auflösung zu präsentieren. Der finale "Twist" setzt dann nochmal einen drauf. Unterhaltsam ist der Film nur durch seine komischen Momente. Diese schlagen aber auch voll ein: das Achterbahnverhör mit Fabio Testi und dem Art Garfunkel-Double has to be seen to be believed, der pure Wahnsinn! Der Versuch, Testis Figur ein wenig Tiefe in Form seiner "zerrütteten" Ehe zu geben, verkommt zur Parodie - denn die Gattin benötigt zur Befriedigung geklauten Tee. Lustig auch, wenn Testi mit ner fetten Katze auf der Schulter in der Küche zugange ist. Bonuspunkte gibts letztendlich für eine sehr fein gewählte Damenbesetzung, die natürlich ihre Duschszenen bekommt. 6/ 10

Anmerkung: Ich würde übrigens auch ...A TUTTE LE AUTO DELLA POLIZIA... (CALLING ALL POLICE CARS) von Mario Caiano in die Reihe mit aufnehmen. Mit dem hat Dallamano zwar nichts zu tun, er passt thematisch aber sehr gut zu den Filmen.


UNDER SUSPICION (MÖRDERISCHES SPIEL) (Stephen Hopkins, USA/ FRA 2000)

Leider erst im Nachhinein erfahren, dass dies ein Remake des Lino Ventura-Films DAS VERHÖR ist, den ich gern zuerst gesehen hätte. Die US-Version hat aber sehr gefallen. Gene Hackman ist mittlerweile einer der Darsteller, mit dem ich (fast) alle gucke. Die Geschichte eines Verhörs, das weniger Kammerspiel darstellt, sondern mehr durch Flashbacks gekennzeichnet ist und auf Spannungen zwischen den Beteiligten (Thomas Jane als klarer MVT des Films) sowie immer wieder neue Plotenthüllungen setzt. Dadurch fesselt der Film, dessen Setting zwar wenig subtil die Psyche und Physis der Protagonisten symbolisieren soll, aber einen feinen Abschluss wählt, der auch noch etwas Nachhall gewährt. 7/ 10


LA ORCA (Eriprando Visconti, ITA 1976)

Neo-Realism meets Sleaze. Bei aller löblichen Gesellschaftskritik mit konsequentem Finale: die Niehaus anderthalb Stunden (halb)nackig zu bewundern, ist die Hauptattraktion des Films! 7/ 10


AUTOSTOP ROSSO SANGUE (WENN DU KREPIERST LEBE ICH) (Pasquale Festa Campanile, ITA 1977)

Nicht mehr so begeisternd wie die Erstsichtung, was wohl am fehlenden Überraschungseffekt von Neros character-arc liegt. Als Exploitation-Road Movie aber sehr unterhaltsam. David Hess ist passend zu seiner Rolle absolut schauderhaft - seine Sexszene mit Corinne Clery ist richtig abstoßend :angst: und die von Franco Nero durch gehöriges overacting gekennzeichnet. :muhaha: 7/ 10


CANI ARRABBIATI (RABID DOGS) (Mario Bava, ITA 1974)

Passt sehr gut zu Campaniles Film - quasi als Terror Road Movie-Doppelpack, nur dass hier die Klaustrophobie des Fahrzeugs nicht nur durch die höhere Anzahl an Fahrgästen sondern auch durch weitaus wahnsinnigere Manierismen vom langen George und Don Backy an Intensität potenziert wird. Zudem strömt der Schweiß hier wirklich kübelweise! Da können selbst die Italo-Western nicht mehr mithalten. Für einen Film, der nur als eine Art Rohfassung vorlag ist das Endprodukt erstaunlich gut ausgefallen und auch bei Kenntnis des genialen Schlussgags haut dieser immer noch voll rein. 8/ 10


MILANO VIOLENTA (DIE LETZTE RECHNUNG SCHREIBT DER TOD) (Mario Caiano, ITA 1976)

Claudio Cassinelli mal als Bösewicht. Als ein Raubzug schief geht, gerät er mit seinen eigenen Leuten in Zwistigkeiten. Dadurch ist die Aktivität des Polizeiapparats nur nebensächlich wodurch sich der Film vom gängigen Poliziotto etwas abhebt. Recht spannend und gut gespielt von den üblichen Verdächtigen des Genres. Da weiß man was man bekommt. Solide. 6.5/ 10


SI PUÒ ESSERE PIÙ BASTARDI DELL'ISPETTORE CLIFF? (SUPERBITCH aka MAFIA JUNCTION) (Massimo Dallamano, ITA/ UK 1973)

Ivan Rassimov spielt YOJIMBO in Englands Unterwelt. Allerdings ist er (wie immer) so unsympathisch und in seinem Handeln rücksichtslos, dass er sich nicht von den fiesen Leuten der konkurrierenden Banden unterscheidet, wodurch sich beim Zuschauer schnell eine Gleichgültigkeit ergibt. Der plot wird auch nicht besonders spannend erzählt, so dass dieser Dallamano eine einzige Enttäuschung bleibt. 3.5/ 10


L'UCCELLO DALLE PIUME DI CRISTALLO (DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE) (Dario Argento, ITA 1970)

Argentos erster Giallo ist auch gleich mein liebster. Ein Genre, mit dem ich wenig anfangen kann, da es wie der Slasher-Film allein auf spannungsarmes Rumgemorde aus ist. Hier erzeugt Argento dann aber doch einige Spannungsmomente und ganz groß Vittorio Storaros Fotografie, die den Film zum Hochglanzprodukt hievt. Der Sleazefaktor ist noch sehr niedrig gehalten, der Plot macht durchaus Sinn und auch wenn Tony Musante ein blasser Leading Man ist, reißen das Enrico Maria Salerno (mit dem dünnsten Schnäuzer der Filmgeschichte) und Mario Adorf als "Katzenfreund" wieder raus. Schön auch die Auflösung des Da-war-doch-was, die der Proganist gemeinsam mit dem Zuschauer über die volle Distanz mit sich rumgeschleppt hat. 7/ 10


GIORNATA NERA PER L'ARIETE (EIN SCHWARZER TAG FÜR DEN WIDDER) (Luigi Bazzoni, ITA 1971)

Franco Nero als abgehalfteter Reporter, der einen Giallo im Alleingang aufklärt. Das ist leider einigermaßen öde, wie die Identität des Mörders auch ziemlich abstrus erscheint. Allein Vittorio Storaros Bilder machen diesen Film sehenswert. Diese sind zum Teil atemberaubend. 5.5/ 10


SCANNERS (David Cronenberg, CAN 1981)

Berühmt für seine Kopfplatzszene, die den frühen Höhepunkt des Films markiert. Ansonsten ein sehr zurückhaltender SciFi-Thriller, der sehr unter dem blassen Hauptdarsteller leidet. Auch fehlt es dem Film etwas an Zug wie ich finde. Wie es sich für einen Cronenberg gehört überzeugen die Effekte, auch im spektakulären Finale. Und Michael Ironsides Grimassen sind auch richtig gut. :D 6/ 10


FUNG BOU (FIRESTORM) (Alan Yuen, HK/ CH 2013)

Sehr solider HK-Actioner bei dem sich Andy Lau und Ka Tung Lam (endlich mal in einer Hauptrolle) als charismatische Antagonisten gegenüber stehen. Yuen bewegt seinen Film zunehmend in eine Grauzone und schließt mit einem wahren Feuerwerk ab, das etwas weniger CGI vertragen hätte. 7/ 10


THE LINCOLN LAWYER (DER MANDANT) (Brad Furman, USA 2011)

Auch wenn der Gerichtssthrillerplot am Ende ein paar Haken zu viel schlägt steht unter dem Strich ein unterhaltsames, spannendes Filmchen mit einem Spidsenensemble, das McConaughey erwartungsgemäß überragt. Sein schmieriger Anwalt führt zunächst zum diebischen Grinsen und bleibt glaubhaft, wenn der Film später Empathie für ihn erweckt. Sehenswert! 7/ 10


NICHT MEIN TAG (Peter Thorwarth, D 2014)

Ganze fuffzehn Jahre nach dem Ruhrpottklassiker BBB findet Peter Thorwarth endlich wieder zu seiner Form zurück und inszeniert ein rasantes Road Movie, vollgestopft mit liebenswerten schrulligen Charakteren und der Marschroute anything goes. In der Figur des spießigen Bankers mag sich der Regisseur vielleicht selbst wiederfinden, denn er hat auch endlich wieder die (Film)sau rausgelassen. So is dat richtich! 7.5/ 10


IL CINICO, L'INFANE, IL VIOLENTO (DIE GEWALT BIN ICH) (Umberto Lenzi, ITA 1977)

Milian. Saxon. Merli. Uff. Das ist fast schon zuviel Kerl für einen Poliziotto und so kommt vor allem Saxon dann leider auch zu kurz, darf aber wenigstens seine Fähigkeiten am Golfschläger demonstieren. Milian gibt sich erstaunlich zurückhaltend, grimassiert nicht, kaut aber fein seine Glimmstengel und hat einen famosen Krankenhausbesuch mit einem Orangenwurf, bei dem ich mich erstmal selbst weggeschmissen habe. Im Gedächtnis bleibt auch Merlis Brustteppich, die RIFIFI-Parodie und die arme Gabriella Lepori, die ständig ihre Fresse in diverse Männerfäuste halten muss. 6/ 10


DEADLY PREY (TÖDLICHE BEUTE) (David A. Prior, USA 1987)

C-Film-Kracher, der defintiv so schlecht ist, dass er fast schon wieder gut ist. Mullets, Tough Tits, Bad Dialogue. Sowas nennt man wohl ggtmc-Gold, auch wenn er nicht in meinen Pantheon Einzug erhält. Dafür ist der Film trotz seiner kompakten Laufzeit nicht kurzweilig genug. Mike Daaaaaaaaaaaaaaaanton-Darsteller Ted Prior ist aber putzig. Als Rambo-Imitat meuchelt er im Wald seine Gegner nieder und "versteckt" sich dabei immer so geschickt, dass diese ihn nicht bzw. zu spät bemerken. Unglaublich der finale Fight, bei dem Prior seinem vermeintlichen Endgegener den Arm abtrennt, um diesen dann als Totschläger zu missbrauchen. Für sowas hatten die A und B-Produkte der 80s nicht die Eier. 5/ 10


YAU DOH LUNG FU BONG (THROW DOWN) (Johnnie To, HK/ CH 2004)

Schade. Der erste wirklich schlechte Johnnie To-Film. Was bei 14 Sichtungen dann aber noch ne richtig gute Quote ist. Hier krankt es an der Glaubwürdigkeit der Figuren, die allesamt überzogen wirken und in ernsteren Momenten nicht funktionieren. 3.5/ 10


ONE TOUGH BASTARD (Kurt Wimmer, USA 1996)

Brian "The Boz" Bosworth ist nach STONE COLD leider nie richtig groß rausgekommen und hat hier sogar seinen Mullet getrimmt. Dafür verfügt sein Widersacher Bruce Payne über eine wahre Mähne plus doppeltem Nasenring (nicht nur deshalb erinnerte er mich ständig an Sinn Sage :unsure: ). Dass dieser dann ein richtiger (und korrupter) FBI-Agent sein soll lässt Hoffnung für zukünftige Bewerber, die es nicht so mit der bürgerlichen Garderobe haben. Gleich zu Beginn kommt es zu einem Brüllermoment, als Boz über die Rocky Mountains (?) hüpft und seine Tochter dabei die Zeit stoppt (dass Kinderdarsteller auf Bergspitzen arbeiten dürfen spricht für den Willen dieses Werks!). Anschließend bewundern beide einen Baby-Käfer. Und danach wird das Kind dann auch schon bald das Grasbeißen beigebracht, damit der Herr Papa endlich auf Rachefeldzug gehen darf. Zwar gibt es amüsante Szenen wie die beschriebene, aber alles in allem nimmt der Film sich einfach zu ernst und hätte gerne auf den Subplot mit dem armen "Ghettokid" verzichten können, zumal dessen Darsteller die Wiedereinführung der Tracht Prügel legitimiert. Only for Boz-Completists. 3/ 10


L'UOMO DELLA STRADA FA GIUSIZIA (MANHUNT IN THE CITY) (Umberto Lenzi, ITA 1975)

Parallelen zu obigem Film: wieder wird die Tochter eines guten Bürgers abgeknallt. Diesmal wird dieser von Henry Silva verkörpert, der kurz vor deren Ableben noch ein Plüschtier (?) für sie kaufen gegangen war. Natürlich ist die Polizei unfähig, so dass Silva nach vielem hin und her beschließt sich einer Vigilantentruppe anzuschließen, um die Sache selbst in die Faust zu nehmen. Das Thema ist nicht neu. Vor allem nicht im Italofilm der 70er, aber Silva mal als Guten zu sehen, der sogar dann und wann mal zu lächeln versucht, das hat schon was sowie Lenzi seinen Film auch überraschend intelligent abschließt. Köstlich übrigens die Szene zu Beginn, die Silva bei seiner Arbeit auf der Baustelle zeigt, wo er angeheitert zu einigen Explosionen mit dem Whiskeyfläschchen anstößt. 6/ 10


THE SILENT PARTNER (DEIN PARTNER IST DER TOD) (Daryl Duke, CAN 1978)

Sleaziger Neo Noir, bei dem Elliott Gould mal wieder die Ruhe weg hat. Auch der schlangenartige Christopher Plummer vermag dies nicht zu ändern. Das Thema des Lug und Betrugs spannt Regisseur Duke über alle seine Charaktere und zeichnet ein trauriges Gesellschaftsbild, das er zynisch abschließt, indem er Plummer in Frauenkleidern abservieren lässt. Interpretationen erlaubt... ;) 7.5/ 10


THE WHITE STORM (Benny Chan, HK/ CH 2013)

Da versucht Chan ganz deutlich, das Men-on-a-Mission-Kino Johnnie Tos zu kopieren, was ihm so einigermaßen gelingt. Das Darstellertrio Louis Koo, Ching Wan Lau und Nick Cheungüberzeugt gewohnt, muss aber mit einigen sehr abenteuerlichen plot twists kämpfen. Wenn es in diesem Undercover-Actionthriller kracht, dann gewaltig. Allein das zu sehr auf Pathos schielende Finale hätte diesbezüglich etwas Zurückhaltung vertragen können. 7/ 10


LUNG FU FONG WAN (COVER HARD 2) (Ringo Lam, HK 1987)

Bevorzugte ich früher eher die Woo-Action-Filme mit Chow-Yun Fat sind mir jetzt solche wie CITY ON FIRE lieber - da ist die Action besser dosiert (hier in Form von 2 fehlgeschlagenen Heists mit anschließendem Bleigewitter sowie einer rasanten Verfolgungsjagd zu Fuß!). Bei allen Albernheiten, die in der Charaktersierung von Fats Figur einfließen reichen aber schon ein paar wenige Szene um seine Verbindung zu Danny Lees Figur glaubwürdig und emotional wirken zu lassen. Da kann sich Chow Yun Fat auf sein Charisma verlassen. Ganz groß der "Mexican Stand Off" am Ende. 7/ 10


THE IN-LAWS (ZWEI IN TEUFELS KÜCHE) (Arthur Hiller, USA 1979)

Eine von zahlreichen US-Buddy-Movies der 70er, die alle Elemente dieser Dekade ausschöpfen, die mir an ihr so zusagen. Das wichtigste ist dabei immer die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, hier von Peter Falk und Alan Arkin verkörpert. Beide haben gutes Timing und spielen sich Bälle hin und her. Als Quasi-Sequel zu FREEBIE AND THE BEAN legt Arkin seine Rolle ähnlich an: stoisch mit dem Hang zu gelegentlichen Vulkanausbrüchen. Falk als gestresster Vater der Braut ergänzt dies durch Redseligkeit und Charme - ein bisschen Columbo steckt dann doch drin. 7/ 10


THE 'BURBS (MEINE TEUFLISCHEN NACHBARN) (Joe Dante, USA 1989)

Anlässlich der wunderbaren Blu Ray-VÖ von Arrow wieder angeschaut und bestätigt: Komödiengold. Dank HD fielen mir übrigens erstmals zwei Gags auf, die ich sonst immer übersehen hatte :muhaha: (Fahnenmast und Hundefutter). Neue Erkenntnisse gabs sonst keine. Lieblingsszene wie immer das Kaffetrinken bei den Klopeks (Is that Slavic?) mit Sardinenimbiss :muhaha:
Kurze BD Review: Bild super, Ton auch. Die einstündige Doku liefert viele Hintergründe, die mir nicht nicht bekannt waren. Den Workprint des Films kann man sich schenken, da die Disc einen direkten Vergleich zwischen diesem und dem Kinocut liefert - da gabs dann aber schon einige Abweichungen, so ist Kevin McCarthy leider rausgeschnitten worden. Den AK hab ich noch nicht gehört. 9/ 10


FREEBIE AND THE BEAN (DER SUPERSCHNÜFFLER) (Richard Rush, USA 1974)

Absolutes Anarchokino der 70er, das die Mechanismen des Copfilms auf den Kopf stellt: die Ermittler sind rassistische Vollidioten mit Tendenz zu Gewaltausbrüchen, deren Vorgesetzte korrupt und die Gangster friedliche Rentner, die den Hund Gassi führen. Rush überzeichnet alle seine zahlreichen Actionszenen ins Maßlose (Höhepunkt der Wagen in der Hauswand (3. Etage!)) und siedelt sein Finale während des Großereignisses des Jahres - dem Superbowl - an. Eine derartige Dekonstruktion eines Genres habe ich noch nicht erlebt - gleich zu Beginn zeigt Rush die Ermittlungsarbeit in Form von Mülltonnen im Kofferraum, deren Inhalt dann seziert wird, in der Hoffnung auf irgendein Beweisstück. Das ist meistens sehr komisch, aber mit fast 2 Stunden Laufzeit deutlich zu lang. Ich weiß nicht, was der Film gekostet hat, aber die Blechlawinen hätte man sicherlich etwas trimmen können, wirken sie auf Dauer doch ein wenig ermüdend. James Caan und Alan Arkin als Duo funktionieren sehr gut und haben ihre beste Szene im Büro von Alex Rocco ("sit down" :muhaha: ). 7/ 10


Foto

SLITHER (SCHLEUDERPARTIE) (Howard Zieff, USA 1973)


Ein Ex-Knacki (James Caan), ein Small-Time Bandleader (Peter Boyle), seine Frau und eine Hippie (Sally Kellerman) suchen nach einer sieben Jahre alten Raubbeute, die bei einem gewissen Vincent Palmer untergebracht ist. Dabei werden sie von mysteriösen schwarzen Vans verfolgt. Es entsteht ein Road Trip quer durch Kalifornien, der über Campingplätze, Bingohallen, Waschsalons und letztendlich zu einem Gemüsestand in der Walachei führt...

SLITHER ist ein 70er Filmjuwel, auf das ich rein zufällig gestoßen bin und im Nachhinein fehlt es mir an Verständnis wieso dieser Streifen so unbekannt ist. Von seiner Tonart erinnert er sehr stark an das Kino der Coen-Brüder - es kommt zu zahlreichen abstrus-witzigen Situationen, die die Figuren knochentrocken ausspielen. Hier regiert der berühmte Slogan anything goes. Zieff verbindet die US-amerikanischen Epochen des "American Dreams", des "Gutbürgertums" und des "free spirits" der frühen 70er Jahre - jeweils symbolisiert durch die vier Hauptfiguren, die sich einer undurchsichtigen "Bedrohung" gegenübersehen (der schwarze Mann in Form der Vans), was wiederum an die Paranoiaepoche der 50er erinnert. So entsteht eine Art Zeitreise, die SLITHER zu einem Erlebniskino zusammenführt, das gleichermaßen parodistisch wie liebevoll ausfällt. Es ist weniger das große Ganze, was wichtig ist, denn die vielen kleinen Episödchen, die sich auf der Reise zutragen. Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg ist beste Unterhaltung mit großer Nachhaltigkeit. Für mich neben dem zwei Jahre zuvor entstandenen VANISHING POINT vielleicht das ausdruckstärkste Werk der early seventies. Ich bin hin und weg. :love:

Eingefügtes Bild

Hände bitte oben lassen. :D

Make-or-Break-Scene: James Caans erste Begegnung mit Peter Boyle, die zu der witzigsten Schlägerei der Filmgeschichte führt :muhaha:

MVT: Das Drehbuch von W. D. Richter.

Score: 8.5/ 10

Final Thoughts: Ein Film der Hoffnung macht, dass trotz vieler vieler Filmsichtungen noch mehr Schätze da draußen sind. Es gilt nur, sie auszugraben.





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