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In einem Atemzug

Knappe Kurzkommentare vom Rand der Couch




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JJ goes Spielberg



Super 8 - Lief der doch tatsächlich in einem der kleinsten Säle, weil so Kacke wie Fluch der Karibik jeweils in 2D und 3D auch noch die letzten Fans über Bord werfen muss. Grummel, grummel!
An dem Film selbst will ich mich gar nicht lange aufhalten. Es kommt eigentlich genau das bei raus, was man sich so unter einem Crossover Spielberg/JJ vorzustellen hat. Leider ohne dabei wirklich zu verzaubern. Auf der Rechnung sieht alles gut aus: Liebevoll gestaltete Kinderclique, die sich irrende Welt der Erwachsenen, eine Prise Mystery, gute Effekte und so weiter. Allerdings bringt Super 8 nichts neues ins Spiel und sieht neben Filmen wie E.T. oder The Iron Giant recht Copycat-mäßig aus. Wenn man auf die Art von Filmen steht, hat man mit Super 8 einen prima Neuzugang. Würde mich eigentlich betreffen, aber das war mir dann vereinzelt und gerade beim gesamten Finale doch zu absehbares Family-Entertainment. Zudem hatte ich den Eindruck ein paar Flüchtigkeitsfehler entdeckt zu haben, was mich zu der Annahme bringt, dass hier nicht wirklich viel Herzblut reingesteckt wurde.

Tja, schade. Dachte das gibt hier mal wieder so ein Knallbumm-Film, der mich richtig wegfickt.




Bob's bad dancing makes my feet sad.
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What am I doing wrong?
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Alles. Nein, keine Ahnung. Super 8 schlecht reden, aber wenn der wirklich nichts sein sollte... Wie dem auch sei: It makes me sad.
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Ich dachte bisher immer, Abrams Talent ist ja gerade das Copycatmäßige und das fanboyhafte Zelebrieren eigentlich längst verstorbener Muster mit den Mitteln des modernen Kinos. Mir macht der Eintrag eigentlich Hoffnung. Nada sad!
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Stimmt, und der Einsatz von Lens Flares ohne Ende - soll auch bei S8 wieder der Fall sein.
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Wooha, lens flare! Also naja, finde es einerseits kleinkariert sich darüber großartig auszulassen, andererseits ist das auch wirklich nicht so die umwerfende Stilnote. Bei Star Trek hat es mir richtig gut gefallen, bei Super 8 mehr so ein ach Hallo, du mal wieder.
Keine größere Meinung drüber, lens flare ist halt da und hat Wiedererkennungswert und stört nicht wirklich, aber bereichert auch nicht.
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Mich stört es eigentlich auch nicht so sehr, ist halt sein mitlerweile sein Markenzeichen. Gab es Lens Flares nicht auch schon bei Lost?

Aber bei Star Trek war es teilweise echt übertrieben. Sagen wir es so: Wenn ich bei der Starfleet wär, hätte ich keinen Bock auf dieser Brücke so arbeiten - oder nur mit Ray Ban. ;)
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Bei LOST ist es mir gar nicht aufgefallen, sieht man mal vom dem 'Sonnen-lens-flare' ab, der meiner Erinnerung nach einige Effekte begleitet hat. Aber da war es ja mehr ein plastisches Hilfsmittel, bei ST und S8 mehr optische Zierde. Gibt da eine Kamerafahrt in Super 8, am Bahnhof, da prangern echt im gesamten oberen Drittel blaue Linien und die bewegen sich auch noch mit dem Bild mit. Genau das war auch 100 pro der Anstoß für x-Kommentare wie 'wtf?! lens flare!' auf IMDb und Co. Und wie gesagt, persönlich ist mir das Stilmittel zu nebensächlich und unbedeutend, so dass ich da weder mit einem 'ein echter JJ!' reagiere, noch mich großartig daran störe.

Bin ja mal gespannt was du zu dem Film sagen wirst. Ich befürchte ja schon Euer Fanboy-Gnaden wird frech über die simple Struktur des Films hinwegsehen und den geekigen Kinder-Flair feiern, samt Poster und Spielzeuge im Hintergrund. :D Aber ehrlich gesagt, ich wünschte mir wäre das gelungen.

Außerdem möchte ich mal festhalten, dass ich den Film keinesfalls 'schlecht' fand. So im Zahlenspiel eine 7/10. Ist doch in Ordnung, weiß gar nicht was ihr habt.
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Wenn, dann ginge es ja gerade um die simple Struktur des Films und keinesfalls darum, über sie hinwegzusehen - sondern gerade darum, hinzusehen. Im Übrigen "habe" ich gar nichts. Du warst halt ein klein wenig enttäuscht und unterstreichst dies mit Argumenten, welche für mich den Film im positiven Licht erscheinen lassen und genau meiner Erwartungshaltung entsprechen. Du hattest offenbar eine andere. Ich bin jedenfalls noch immer gespannt auf den Film!

@LOST: Nein, dort gab es keine Lens Flares. Diejenigen, die Abrams bevorzugt, sind ja meines Wissens nach auch nur durch ein bestimmtes anamorphotisches Aufnahmeverfahren möglich, das nur beim Breitbildformat (2,35:1) eingesetzt wird - da scheiden Serien automatisch aus. Als Stilmittel sind sie ein nettes Gimmick mit Wiedererkennungswert, aber doch zu nebensächlich, um positiv oder negativ aufzufallen.
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Das ist so nicht ganz korrekt. Siehe Fringe

Eingefügtes Bild

und wenn ich mich an einen Lost-Rerun trauen würde, dann würde ich dir gerne das Gegenteil beweisen! ;)

hier Abrams selbst zum Thema:

There’s no question that I overuse lens flares on occasion. I know that there’s a sort of [..] To me, it’s a little bit like on a scene for scene or shot for shot basis where I’m looking for something like there’s an opportunity to not necessarily put a [xx 10:49] up in front of a light. The kneejerk reaction from the director of photography is usually…it’s usually, “OK, we’ve got to flatten that light because it’s going to flare.” I think it’s one of those things that you want to make sure that, obviously, it’s…To me it’s such a cool beautiful image, the light through the glass. There are times that I feel like it sort of adds another kind of smart element, and it’s hard to define. But it is a visual taste that I do like. I think there are a couple shots in Super 8 where I just think I should definitely pull back here or there, but I can’t help myself sometimes.
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@bekay: Für das genauer Hinsehen muss Film aber auch motivieren. Ich kann dir genug Beispiele nennen, bei denen mich das ebenfalls bereichert und ich mich nicht an einer simplen Struktur störe. Zum Beispiel The Iron Giant. Der ganze Film ist eigentlich ein einziges Genre-Zitat und mit Stereotypen bevölkert. Das ist dort dermaßen pointiert, charmant und gewitzt präsentiert, so dass ich zu keinem Zeitpunkt in den Hintergrund treten möchte, um das Ende oder ähnliches zu antizipieren.
Super 8 hat so angefangen, zumindest hat mir gleich die erste Szene einen äußerst tollen Film in alter Tradition suggeriert (das Abhängen der Schilder @ unfallfrei). Leider hat das dann im gesamten nur teilweise funktioniert. Die Kinder-Clique ist ziemlich nahe dran, die einzelnen Figuren ebenso (bad military guy, drunk father etc.). Aber der Sack wird dann doch recht flüchtig zugeschnürt und vor allem hat mich das CGI-Ding total kalt gelassen (will auf letzteres erst mal nicht näher eingehen, könnte in Richtung Spoiler gehen).

Aber mal abwarten bis du drin warst. Dann könne wir das ja mal fortsetzen oder vertiefen.
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Was ich noch erwähnen/empfehlen wollte:

Wenn es darum geht in kindlichen Filmerfahrungen zu schwelgen empfehle ich eher Joe Dantes "THE HOLE" aus dem Jahre 2010. Der ist zwar kleiner und billiger als "SUPER 8", aber dafür wesentlich liebevoller und inspirierter. Und da machen sich bei mir tatsächlich nostalgische Erinnerungen an 80er Jahre Filme, die ich als Bub gesehen, breit. Bei Abrams klappt das - zumindest bei mir - nicht so richtig.
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Danke für den Tipp, werde ich mir ansehen. :cheers:
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