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One Night Stands und wahre Liebe





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BELLFLOWER



BELLFLOWER :love: BELLFLOWER :love: (Blu-ray: I-On New Media, Deutschland)
(OT: Bellflower | USA 2011 | Regie: Evan Glodell)

Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Die beiden besten Freunde Woodrow (Evan Glodell) und Aiden (Tyler Dawson) teilen eine fanatische Begeisterung für den 2. Teil der Mad Max-Saga. Eine Begeisterung, die fast schon absurde Blüten treibt. Woodrow und Aiden träumen von der Apokalypse, bauen in ihrer Freizeit Waffen und Flammenwerfer und wollen mit diesen ihre Autos aufrüsten um in einer post-apokalyptischen Welt überleben zu können. Als Woodrow eines Tages die hübsche Milly (Jessie Wiseman) kennenlernt und sich unsterblich in sie verliebt, hat diese Liaison nicht vorhersehbare Konsequenzen...

Mal wieder ein Film aus dem Independent-Bereich. Bellflower ist das Erstlingswerk von Regisseur Evan Glodell, der neben der Regie auch noch für das Drehbuch, die Produktion und den Schnitt verantwortlich zeichnete, eine eigene Kamera für diesen Film konstruiert hat, das im Film vorkommende Muscle-Car selbst (um)gebaut hat und darüber hinaus auch noch in der Hauptrolle zu sehen ist. Viel mehr Energie kann man in einen Film wohl fast nicht mehr investieren.
Bellflower ist eine wilde Mischung aus Coming-of-Age-Drama, Love Story, Actionfilm, Thriller sowie Gewalt- und Psychostudie. Ein Film, der gleichermaßen berührt und verstört und dessen Protagonisten mit zunehmender Laufzeit immer mehr in einen (vielleicht auch nur imaginären?) Strudel aus Wahnsinn, Liebe, Hass, Gewalt und Gegenwalt geraten.
Insbesondere in visueller Hinsicht ist Bellflower schlichtweg atemberaubend. Die selbst konstruierte Handkamera liefert Bilder von betörender Schönheit und die ganze Farbgebung des Films ist einfach nur grandios. In Verbindung mit der tollen Optik, der bewegenden und mitreißenden Geschichte, den absolut überzeugenden Schauspielerleistungen, einem Gänsehaut verursachenden Soundtrack und einem gelungenen Sounddesign entsteht so eine ganz eigene Stimmung und Atmosphäre, die den kompletten Film trägt, unter die Haut geht und dazu führt, dass man als Zuschauer dem Geschehen einfach nur gefesselt folgt.
Gedreht für die geradezu lächerliche Summe von $ 17.000,00 und vor dem Hintergrund, dass dies für fast alle Beteiligten vor und hinter der Kamera eines der ersten Filmexperimente gewesen sein dürfte, kann man vor dem Endergebnis nur mehr als anerkennend seinen Hut ziehen. Insbesondere unter Berücksichtigung der Produktionsumstände, ziehe ich in meiner abschließenden Beurteilung des Films das vielerorts leider fast schon inflationär benutzte M-Wort: Bellflower ist ein Meisterwerk! Punkt. Aus. Fertig.

TRAILER:


Evan Glodell 2010er female nudity




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