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One Night Stands und wahre Liebe





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DER FREMDE IM ZUG



DER FREMDE IM ZUG DER FREMDE IM ZUG (DVD: Warner, Deutschland)
(OT: Strangers on a Train | USA 1951 | Regie: Alfred Hitchcock)

Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Auf einer Zugfahrt lernt Tennisprofi Guy Haines (Farley Granger) den redseligen Bruno Antony (Robert Walker) kennen, der ihm nach kurzer Zeit einen irrsinnigen Vorschlag unterbreitet. Bruno erklärt sich bereit, Guy von seiner scheidungsunwilligen Frau zu befreien, wenn Guy im Gegenzug Brunos verhassten Vater um die Ecke bringt. Was Guy zunächst als dummen Scherz abtut, entpuppt sich schon schnell als bitterer Ernst. Guys Frau wird tatsächlich ermordet und Bruno steht kurze Zeit später vor der Tür, um den ausstehenden Mord an seinem Vater von Guy einzufordern…

Auch Der Fremde im Zug gehört zu dieser langen Reihe großartiger Filme, die Regisseur Alfred Hitchcock, der "Master of Suspense", der Nachwelt hinterlassen hat. Aufhänger der Story ist das scheinbar zufällige Treffen zweier fremder Menschen, danach folgt Hitchcocks Lieblingsthema, nämlich das des zu unrecht verdächtigten Mannes von nebenan, der hier allerdings kein typischer Normalbürger, sondern ein erfolgreicher Tennisprofi ist. Ich gebe zu, es fällt mir schwer, zu solchen unbestrittenen Klassikern großartig was zu schreiben. Deshalb fasse ich mich einfach relativ kurz und möchte eigentlich nur anmerken, dass mich auch Der Fremde im Zug - wie so viele andere Filme Hitchcocks zuvor - einfach nur beeindruckt hat. Der Streifen ist in meinen Augen ein Paradebeispiel für großes Kino. Allein die Mordsequenz, gefilmt als Spiegelung im Glas der heruntergefallenen Brille des Opfers, ist eine dieser Szenen für die Ewigkeit. Oder die Anfangssequenz, die zum Treffen der beiden Hauptfiguren führt. Grandios! Und im Finale beweist Hitchcock, dass er es wie fast kein anderer Regisseur verstanden hat, Spannung zu erzeugen und den Zuschauer gebannt in seinem Kinositz - bzw. mittlerweile auf der heimischen Couch - zu fesseln. Vielleicht gehört dieser Streifen hier nicht zu den bekanntesten Filmen Hitchcocks, seine unglaublich hohe Qualität steht allerdings außer Zweifel.

TRAILER:


Alfred Hitchcock 1950er Oscar Nominee



Schön, eine Huldigung dieses großen Hitchcock-Filmes zu lesen.
Der Mord ist ja tatsächlich wunderbar Ein Paradebeispiel für die von Truffaut aufgestellte These, dass Hitchcock Mordszenen wie Liebesszenen drehte. Auch wie Bruno Antonys Schatten im Tunnel of Love die Schatten des Mordopfers und ihrer Begleiter "schluckt" ist grandios. Und dann denke ich noch an die Szene beim Tennisspiel, wenn die Zuschauer den Ball verfolgen, aber Antony Haines fixiert. Und natürlich an die von dir erwähnte Exposition. Der Film ist visuell brillant, die oft sexuell aufgeladenen Bilder erzählen die eigentliche Geschichte die, (Un)
logik der Handlung ist eher nebensächlich. Schuldübertragung; Thema in vielen Hitchcockfilmen spielt auch hier eine gewichtige Rolle. "Ich könnte sie umbringen" sagt Guy am Telefon. Und Bruno erfüllt ihn seinen Wunsch.

Es kursieren zwei leicht unterschiedliche Versionen des Filmes. Die eine endet mit dem Anruf Haines bei einer Freundin, die andere mit einem Epilog wo Haines wieder zufällig im Zug mit den Füßen eines Fremden zusammenstößt. In dieser Version, ist auch die "Verführungsszene" mit den stark homophilen Untertönen am Beginn
im Zug ausführlicher.
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Danke für Deine weiteren Ausführungen zu diesem tollen Film. Das Tennismatch ist Spannungsaufbau in absoluter Perfektion.

Ich habe mir übrigens die US-Kinofassung angesehen. Die endet mit dem Anruf und dann noch einer kurzen Sequenz, in der Haines und seine Freundin im Zug von einem Fremden angesprochen werden und daraufhin ihren Platz verlassen. Die alternative Version mit dem von Dir genannten Epilog dürfte auch auf der deutschen DVD enthalten sein. Man kann da auch eine Preview-Version anwählen. Die werde ich mir dann bei der nächsten Sichtung dieses Films ansehen. :)
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