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One Night Stands und wahre Liebe





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SEX BY ADVERTISEMENT



SEX BY ADVERTISEMENT SEX BY ADVERTISEMENT (DVD: Something Weird Video, USA)
(OT: Sex by Advertisement | USA 1968 | Regie: Joel M. Reed)


Infos zum Film:
IMDB
OFDB


Die Wissenschaftlerin Dr. Joanne Ridgefield (Georgina Spelvin) klärt über Abgründe auf, die sich hinter scheinbar harmlosen Sexanzeigen im Kleinanzeigenteil der Tageszeitungen verbergen...

Der Exploitation-Sumpf wird immer tiefer. Als Mitte der 60er Jahre schließlich der Hays Code abgeschafft wurde hatte dies nicht nur extreme Auswirkungen auf die Big Player in Hollywood, sondern insbesondere auch auf das Exploitation-Kino. Mit dem Hays Code verschwanden auch die "Nudie cuties" von der Bildfläche. Nackte Frauen durften auf der großen Leinwand nun auch angefasst und in sexuelle Handlungen verwickelt werden. Das Exploitation-Kino lief förmlich Amok, die "Roughies" wurden geboren und mit ihnen sexuelle Darstellungen der deftigeren Form. Themen mit S&M-Bezug, Prostitution, Vergewaltigung, usw.; langsam aber sicher befinde ich mich wohl schon in den tiefsten Tiefen des Sumpfes. Was man beispielsweise in Sex by Advertisement geboten bekommt, ist schier unglaublich. Aber ich hätte von Joel M. Reed - dem späteren Regisseur von Bloodsucking Freaks - wohl auch nichts anderes erwarten sollen. Sex by Advertisement ist eine Mischung aus Pseudo-Doku, Mondo- und Report-Film, bei dem eine angebliche Wissenschaftlerin sich über die Ausbeutung von Frauen durch Sexanzeigen in Zeitungen auslässt und dem Zuschauer entsprechende Beispiele serviert. Die Wissenschaftlerin wird dabei - ironischerweise - von Georgina Spelvin dargestellt, die schon ein paar Jahre später durch ihre Hauptrolle im HC-Klassiker The Devil in Miss Jones zu einer der ungekrönten Königinnen des Golden Age of Porn werden sollte. Gefilmt in s/w, teilweise unter vollkommenem Verzicht von Dialogen, Hintergrundgeräuschen und Filmmusik und nur mit einer Stimme aus dem Off ausgestattet, welche die Vorgänge auf der Leinwand erklärt bzw. kommentiert, konfrontiert Joel M. Reed den Zuschauer mit einer ganzen Reihe von Absurditäten, die in den ersten beiden Dritteln des Films - zumindest aus heutiger Sicht - noch ziemlich harmlos und schon fast charmant-naiv daherkommen. Im letzten Drittel geht's dann etwas heftiger zur Sache und was Joel M. Reed da dem Publikum präsentiert wirkt - vor allem wegen der Art der Inszenierung - auch heute noch ziemlich befremdlich und dürfte zum damaligen Zeitpunkt nicht wenige unbedarfte Zuschauer ganz schön verstört haben.

Joel M. Reed 1960er female nudity Mondo Roughie Sexploitation



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