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"I've seen things you people wouldn't believe..."

Kunkel's Filmtagebuch




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POLIZEIRUF 110 - Feindbild (BRD 2011) - Eoin Moore



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Der ehemalige Ost-Ableger des Tatorts hat mich bis zum letzten Jahr eigentlich nie so richtig interessiert, das war mir immer alles zu piefig und bieder und auch die Ermittler liessen für meinen Geschmack immer ein wenig an Präsenz und Profil zu wünschen übrig. 2009 schickte dann aber zunächst der BR das Gespann Stefanie Stappenbeck/Jörg Hube ins Rennen, welches dann jedoch durch den plötzlichen und viel zu frühen Tod Hubes wieder auseinander gerissen wurde. Stappenbeck war dann zwar noch in zwei weiteren Folgen alleine bzw. dann zusammen mit Lars Eidinger zu sehen, wird aber den letzten Verlautbarungen des Senders nach keine weiteren Auftritte in der Reihe absolvieren - was meiner Meinung nach wirklich sehr schade ist. Immerhin wird ihr wohl bald Matthias Brandt nachfolgen.

Was mich aber dann völlig umgehauen hat waren im letzten Frühjahr die ersten beiden Folgen ("Einer von uns"/"Aquarius") mit Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner, die schon alleine in dieser Typenkonstellation eine absolut atemberaubende Vorstellung abgeben. Nach Schauspielern wie diesen beiden, mit einer solchen darstellerischen Bandbreite, darf man sich in Deutschland wahrlich die Fingerchen lecken, eigentlich viel zu gut für Sonntagabend im Fernsehen. Ziemlich ungewöhnlich ist zudem auch der Umstand, dass die Filme teils inhaltlich zusammenhängen und zumindest ein Handlungsstrang auch bis in diesen dritten Teil weitererzählt wurde (unglücklich war hier nur, dass zwischen dem zweiten und dritten Teil praktisch ein Dreivierteljahr lag).

Auch in "Feindbild" kommt die Geschichte für deutsche Fernsehkrimiverhältnisse ausgesprochen komplex daher, die Inszenierung lieferte tolle Bilder und streckenweise enorme Spannung und da auch hier wieder das Ende in bestimmter Hinsicht relativ offen gestaltet wurde, darf man jetzt schon gespannt sein, wie es weiter geht...

Dafür zahle ich gerne GEZ, sach' ich mal!

9/10 :critic:




Ich habe leider nur EINER VON UNS gesehen - war aber sehr begeistert von der modernen Herangesehensweise, sowohl was die Andeutung eines zusammenhängenden Handlungsstranges aber auch die Ambivalenz von Hübners Rolle anging. Wird jetzt wohl mal Zeit, die anderen zwei nachzuschieben. Auf jeden Fall eine geglückter Ansatz, die amerikanischen Serienvorbilder mal endlich ins Deutsche zu übersetzen und nicht nur schlecht (oder gar nicht) zu kopieren...
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bekay sagte am 09. Februar 2011, 21:41:

Ich habe leider nur EINER VON UNS gesehen - war aber sehr begeistert von der modernen Herangesehensweise, sowohl was die Andeutung eines zusammenhängenden Handlungsstranges aber auch die Ambivalenz von Hübners Rolle anging. Wird jetzt wohl mal Zeit, die anderen zwei nachzuschieben. Auf jeden Fall eine geglückter Ansatz, die amerikanischen Serienvorbilder mal endlich ins Deutsche zu übersetzen und nicht nur schlecht (oder gar nicht) zu kopieren...
Unbedingt, aber wie gesagt, Service am Zuschauer wäre es nach der langen Zeit gewesen, die ersten beiden Filme nochmal auf den Wiederholungsplatz am Freitagabend zu setzen, gerade wegen der zum Teil zusammenhängenden Geschichte.

...wobei der aktuelle Teil sicherlich auch noch in der Mediathek zu sehen sein dürfte.
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(Musste den letzten Teil mal kürzen - sowas kannst du Internet einfach nicht sagen, das kann böse und teuer enden - für die Betreiber des Forums! :zora: )

Ansonsten: Stimmt, wenn man sich schon an amerikanische Serienstandards macht, dann muss man dem Verständnis auch auf die Sprünge helfen...
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