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Cine-Phil schreibt Filmgeschichte

Ein historischer FIlmtageblog




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MYSTERY OF THE WAX MUSEUM (DAS GEHEIMNIS DES WACHSFIGURENKABINETTS)



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MYSTERY OF THE WAX MUSEUM
(dt. Titel: DAS GEHEIMNIS DES WACHSFIGURENKABINETTS)
USA, 1933
Warner Bros. Pictures / The Vitaphone Corporation
Regie: Michael Curtiz
Produktion: Henry Blanke
Buch: Don Mullaly, Carl Erickson, nach dem Theaterstück Mystery of the Wax Museum von Charles Belden
Kamera: Ray Rennahan
Schnitt: George Amy
Darsteller: Lionel Atwill (Ivan Igor), Fay Wray (Charlotte Duncan), Glenda Farrell (Florence Dempsey), Frank McHugh (Jim), Allen Vincent (Ralph Burton), Gavin Gordon (George Winton), Edwin Maxwell (Joe Worth), Holmes Herbert (Dr. Rasmussen), Claude King (Mr. Galatalin), Arthur Edmund Carewe (Sparrow), Thomas E. Jackson (Detective), DeWitt Jennings (Police Captain), Matthew Betz (Hugo), Monica Bannister (Joan Gale), Bull Anderson (Hausmeister), Frank Austin (Winstons Diener), Max Barwyn (Museumsbesucher), Sidney Bracey (Leichenhallenangestellter), Harry C. Bradley (Reporter), Wallis Clark (Leichenbeschauerassistent), Frank Darien (Leichenbeschauer), William B. Davidson (Detective), James Donlan (Leichenhallenaufseher), Frank Fanning (Polizist), Otto Hoffman (Assistent von Igor), Robert Homans (Sergeant), Perry Ivins (Editor), Edward Keane (Arzt), Milton Kibbee (Reporter), Margaret Mann (Wachsfigur von Queen Victoria), Robert Emmett O'Connor (Joe), Pat O'Malley (Zivilpolizist), Walter Percival (Winstons Anwalt), Lon Poff (Handlanger), Dick Rush (Polizist), Lee Shumway (Polizist), Guy Usher (Detective), Willam Wagner (Leichenhallenangestellter)
Erstaufführung: 17. Februar 1933

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Filmszene


Inhalt: Durch einen Brand verliert der Künstler Ivan Igor (Lionel Atwill) sein Lebenswerk – täuschend echt wirkende Wachsfiguren historischer Persönlichkeiten. Ein Jahrzehnt später macht sich der durch das Feuer verkrüppelte Igor wieder an die Arbeit, indem er andere für sich werkeln lässt. Dabei verbergen seine neuen Schöpfungen ein düsteres Geheimnis, das eine findige Reporterin (Florence Dempsey) neugierig werden lässt.


Auch der Regisseur von CASABLANCA hat sich zu Beginn seiner Karriere im Horrorkino als Genreregisseur verdingt. Der am 24. Dezember 1886 im Österreich-Ungarischen Budapest als Manó Kertész Kaminer geborene Michael Curtiz legte bereits im Jahr 1912 mit MA ES HOLNAP sein Regiedebüt vor. Er drehte in seiner Heimat zunächst ausschließlich ungarisch- später auch deutschsprachige Filme. 1926 ging er dann wie viele seiner Kollegen nach Hollywood, wo er Dutzende Filme verschiedener Genres drehte, bevor er 1932 mit dem Horrorfilm DOCTOR X seinen großen Durchbruch feiern konnte. Mit seinem nächsten Horrorwerk, MYSTERY OF THE WAX MUSEUM konnte er diesen Erfolg noch übertrumpfen.


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Michael Curtiz


MYSTERY OF THE WAX MUSEUM ist einer der frühesten Horrorfilme, die in schönster Farbenpracht daherkommen. Angewandt wurde das schon wiederholt eingesetzte Technicolor-Zweifarbverfahren, was zur Folge hatte, dass die Wachsfiguren von lebenden Menschen dargestellt wurden. Die eigentlich für den Film angefertigten Puppen schmolzen nämlich unter den für die Farbe notwendigen Scheinwerfern. Für Warner war es der dritte und letzte Featurefilm, der mit dem Two-Color Technicolor System entstand, nachdem es vom Publikum nicht so angenommen wurde, wie erhofft. Danach wurde es von keinem Studio mehr benutzt.

Mit an Bord bei MYSTERY OF THE WAX MUSEUM war wieder ein Teil des Casts von DOCTOR X, insbesondere Fay Wray, die kurz darauf in KING KONG den wohl größten Filmerfolg ihrer Karriere verbuchen konnte.

1953 entstand mit Vincent Price in der Hauptrolle das Remake HOUSE OF WAX, das einen noch größeren Bekanntheitsgrad erreichen konnte als das Original, das bis in die Sechziger als verschollen geglaubt war. Dabei ist Curtiz' Werk durchaus noch ansehnlich. Etwas angestaubt freilich, dafür aber angenehm altmodisch und mit für die Entstehungszeit unerwarteten Schockmomenten und Maskeneffekten.




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